Sicherheits-Konferenz München: 2008 ; Tadic zu Kosovo
München (Reuters) - Im Streit über die Zukunft des Kosovo hat der serbische Präsident Boris Tadic die EU vor übereilten Schritten gewarnt.
Serbien könne nicht zulassen, dass sein Staatsgebiet verstümmelt werde, warnte Tadic am Freitagabend zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich sprach Tadic der geplanten Polizeimission der EU im Kosovo die rechtliche Grundlage ab. Grundsätzlich begrüße Serbien zwar das Bemühen der Europäer, ihre Präsenz im Kosovo zu verstärken. Jedes neue internationale Engagement dort müsse aber vom UN-Sicherheitsrat gebilligt werden, anders sei eine Legitimation nicht möglich.
"Die Alternative ist ein gefährlicher Sprung ins dunkle Ungewisse in Zeiten großer weltweiter Umwälzungen", sagte Tadic. Im UN-Sicherheitsrat stützt Russland seit langem die serbische Position und will eine Unabhängigkeit des Kosovo verhindern. Ohne Aussicht auf eine Verhandlungslösung will die EU nun die Verwaltung des Kosovo von der UN übernehmen. Es wird erwartet, dass die EU-Außenminister bei ihrem Treffen am 18. Februar die Polizei- und Justizmission offiziell auf den Weg bringen. Bereits am Tag zuvor könnte das Kosovo nach Einschätzung politischer Kreise seine Unabhängigkeit erklären.
Die UN hatte die Verwaltung des Kosovo 1999 übernommen, nachdem die Nato die serbischen Truppen dort vertrieben hatte.
Der neue Präsident aus Serbia / Belgrad hat schnell die aussenpolitische
Karte zu spielen begonnen ! Achse Belgrad - Moskau funktioniert bestens.
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Emerald,
09.02.2008, 12:55
- Die Bande der Othodoxie sind stark....nichts ist so gefährlich wie Unilateralismus - DerBerliner, 10.02.2008, 03:49
