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Interessant, daß Jörg Asmussen als ehemaliger Student von AW (mT)

DT @, Dienstag, 12.02.2008, 17:27 (vor 6558 Tagen) @ QuerDenker

die Fäden gezogen hat, seinen alten Doktorvater zur Buba zu holen:

http://www.zeit.de/2004/25/Asmussen

Den Namen merken wir uns schon mal, ähnlich wie Köhler mit dem Einigungsvertrag und der Währungsumstellung, die uns Mrd gekostet hat, ist Asmussen sicher noch für höheres vorgesehen, wenn man sich seine Vorgänger auf seinem Stuhl so anschaut. Dann holen wir wieder mal die IKB raus...

DIE ZEIT 09.06.2004 Nr.25

Ein Manager mit Beamtenstatus
Von Wilfried Herz

Jörg Asmussen zieht im Finanzministerium unauffällig, aber wirksam die Fäden

Für Studenten ist es immer nützlich, die richtigen Professoren zu kennen. Das ist altbekannt. Überraschend ist der umgekehrte Fall – dass der Schüler seinen Hochschullehrer in höchste Ämter hievt.

Axel Weber, bis vor kurzem ordentlicher Professor für Internationale Ökonomie, verdankt seine beiden wichtigsten Karrieresprünge seinem früheren Studenten Jörg Asmussen. Der ist inzwischen nach rasantem Aufstieg im Bundesfinanzministerium mit 37 Jahren der jüngste Ministerialdirektor der Berliner Regierung. Asmussen überzeugte seinen Dienstherrn Hans Eichel von der Idee, Weber zum neuen Präsidenten der Deutschen Bundesbank als Nachfolger des zurückgetretenen Ernst Welteke zu machen. Hans Eichel wiederum setzte den Kandidaten-Vorschlag bei Bundeskanzler Gerhard Schröder durch, der zunächst lieber den Keynesianer Peter Bofinger an der Spitze der Notenbank gesehen hätte. Zwei Jahre zuvor war es ebenfalls Asmussens Einfall gewesen, Weber in den Kreis der fünf Wirtschaftsweisen, den Edel-Think-Tank zur Wirtschaftspolitik, zu berufen.

Die Kür des Bundesbankchefs zeugt vom Einfluss, vor allem aber vom politischen Gespür des Ideengebers. Keine andere wichtige Personalentscheidung der rot-grünen Bundesregierung ist auf derart einhellige Zustimmung gestoßen. Asmussen, seit 15 Monaten als Abteilungsleiter für die nationale und internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik zuständig, ist der Prototyp des modernen Staatsdieners: gut ausgebildet und kompetent, unprätentiös und eher lässig im Umgang, präzise in der Arbeit, mit eigenem Kopf, aber stets loyal. Ein durchsetzungsfähiger Verhandler und Stratege, der weiß, wann er welche Kompromisse eingehen muss.


„Er ist ein echter Manager im Ministerium“, sagt Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), „davon brauchten wir mehr.“


*** Na da wissen wir ja, woher der Wind weht. Ein Lobbyist für die Investmentbranche. Riester, Rürup, etc. Und DER soll jetzt bei der IKB aufräumen, und DER war Chef von Sanio, der die Investmentfirmen kontrollieren sollte? Vetternwirtschaft und Korruption pur. ***


Begonnen hat der gebürtige Flensburger seine Beamtenlaufbahn im Finanzministerium zur Amtszeit von Theo Waigel. Sein damaliger Chef Klaus Regling, heute Generaldirektor für Wirtschaft und Währung in der Europäischen Kommission, ist voll des Lobs: „Asmussen ist ein sehr guter Ökonom, und er ist arbeitswütig – beides Qualitäten, die im Finanzministerium gebraucht werden.“ Regling stellte ihn nicht zuletzt deshalb ein, weil Asmussen sein Volkswirtschaftsstudium in Bonn schnell absolviert und zusätzlich ein Diplom an der Mailänder Bocconi-Unversität, einer der Topadressen in Europa, erworben hatte. Der EU-Spitzenbeamte saß damals auf Asmussens heutigem Posten, der auch für andere Staatsdiener zum Sprungbrett zur Topkarriere wurde: für den künftigen Bundespräsidenten Horst Köhler; für Gert Haller, der inzwischen als Chef eines Bauspar- und Versicherungskonzerns fungiert, und für Jürgen Stark, heute Vizepräsident der Bundesbank. Sie alle zählen zu seinen Amtsvorgängern.

Anfangs arbeitete Asmussen im Referat für internationale Finanz- und Währungspolitik, das er heute leitet. Doch nach dem Regierungswechsel 1998 wurde er erst mal persönlicher Referent des Staatssekretärs Heiner Flassbeck, eines ausgeprägten Keynesianers. Nach dem Rücktritt Oskar Lafontaines holte ihn Hans Eichel als Leiter des Ministerbüros. Im März 2003 übernahm er dann den Chefposten in seiner heutigen Abteilung. Eine seiner heikelsten Missionen führte ihn jüngst nach Frankfurt, als dort der auf seine Unabhängigkeit pochende Bundesbankvorstand über die Zukunft von Ernst Welteke beriet, der schließlich über die Adlon-Affäre stolperte.

In seiner Freizeit kocht Asmussen gern. Er joggt und fährt mit dem Fahrrad ins Büro wie auch zu Terminen in den anderen Berliner Ministerien. Aber über seine Person möchte er in den Zeitungen am liebsten gar nichts lesen. Das entspricht seinem Rollenverständnis: Als Beamter hat man für den Minister und das Ministerium „möglichst geräuschlos die Hindernisse wegzuräumen“. Da kann zu viel Publicity nur schaden. Insofern waren seine früheren Chefs Jürgen Stark und Klaus Regling, aber auch Haushaltsstaatssekretär Manfred Overhaus prägend. Von seinem direkten Vorgänger Axel Nawrath, inzwischen Direktor bei der Deutschen Börse, hat er etwas anderes gelernt: „Man muss die Macht wollen.“

„Man braucht zehn Freunde, die einen decken, wenn die Luft bleihaltig ist“

Zu seinem Selbstverständnis gehört auch: Intern soll sehr offen diskutiert werden, aber was dann entschieden wird, das gilt – und dafür muss der Beamte nach außen eintreten. „Wer immer eine eigene Meinung vertreten will, sollte Politiker werden“, sagt Asmussen, der als Ministerialdirektor zu den so genannten politischen Beamten zählt, die jederzeit von ihrem Dienstherrn in den einstweiligen Ruhestand geschickt werden können. Er selbst habe zwar ein SPD-Parteibuch, aber „als Erstes bin ich Ökonom“.

Ideologische Label passen nicht auf den Volkswirt. Er sei kein Monetarist, kein Keynesianer, auch kein Neoliberaler, sondern ein „Mainstream-Ökonom“, meinen Kollegen. Asmussen selbst beschreibt sich als Marktwirtschaftler, der auf empirische Daten achtet: Wie entwickeln sich Angebot und Nachfrage, was kann man von anderen Ländern lernen? Gemeinsam mit dem jungen Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider, einem der SPD-Netzwerker, zu denen der Beamte Kontakte pflegt, hat er ein Papier verfasst. Darin heißt es: „Es gibt eben beides: Markt- und Staatsversagen.“ Er sei, sagt er, weniger an theoretischen Konzepten interessiert als an der praktischen Umsetzung.

Den Sinn fürs Nützliche beweist Asmussen auch in seiner Abteilung. Vom Vorgänger hat er die Idee übernommen, Praktiker aus der Geldbranche für befristete Zeit auszuleihen. Derzeit arbeiten in seiner Mannschaft ein Angestellter der Deutschen Bank und einer aus dem Bankenverband.

*** Wie praktisch. Der Mann von der DeuBa schreibt gleich an den Gesetzesvorlagen mit. Ihr verdammten Dreckschweine. ***

Die Experten von außen brächten, wie er erklärt, die Markterfahrung mit, über die kein Beamter verfüge.

!!!!! Außerdem würden Jahr für Jahr Stellen eingespart, obwohl der Arbeitsanfall wachse – allein schon wegen zahlreicher EU-Richtlinen, die in nationales Recht umzusetzen seien. !!!!

[[rofl]]


Doch ist die direkte Mitarbeit von Lobbyisten an Gesetzentwürfen überhaupt zu vertreten? Ist damit nicht eine Grenze überschritten? Den Verdacht, dass die Interessensvertreter dafür gesorgt hätten, die Finanzmarktgesetze zum Vorteil der Geldinstitute und zum Nachteil der Kunden zu beeinflussen, hält Asmussen für ungerechtfertigt. Er verweist darauf, dass im Sommer der Entwurf für ein Informationshaftungsgesetz komme, wonach Bankenvorstände persönlich für die Korrektheit der Informationen haften. Der Anleger habe ein Recht auf richtige Informationen, um das Risiko abschätzen zu können. Die Entscheidung für oder gegen eine Anlage könne ihm der Gesetzgeber aber nicht abnehmen. Deshalb könne Anlegerschutz natürlich „nicht Schutz vor Kursverlusten heißen“.

Die Serie seiner Gesetzesvorlagen, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Finanzmarktes gefördert werden soll, hat die parlamentarischen Hürden ohne Vermittlungsverfahren genommen. Das ist angesichts des rauen Klimas zwischen Koalition und Opposition zweifellos eine strategische Leistung, darauf ist er stolz. Für die frühzeitige Information über die geplanten Gesetze und die offene Diskussion darüber hat er Lob aus allen Bundestagsfraktionen geerntet. „Er tritt wirklich sachkundig auf“, so die anerkennenden Worte von Michael Meister, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU. „Für uns ist wichtig, dass er nicht ideologische, parteipolitische Dinge in den Vordergrund rückt und dass er auf faire Weise versucht, Sachprobleme auszuräumen.“

Aus seiner Nähe zu Politikern hat Asmussen auch eine Einsicht jenseits der Ökonomie gewonnen: „Als Politiker braucht man ein Netzwerk: zehn Freunde, die einen decken und nicht wegtauchen, wenn die Luft bleihaltig ist.“ Eine Erkenntnis, die auch für Topleute in Beamtenapparaten und Unternehmen gilt. Es wäre erstaunlich, wenn er daraus nicht Konsequenzen für die eigene Arbeit zöge.

Und was hat sich Asmussen für die Zukunft vorgenommen – für die „dreißig Jahre Arbeit“, die er noch vor sich habe? Er habe sich ursprünglich vorgestellt, dass die Grenze zwischen Staatsdienst und privatem Sektor durchlässiger sei. So deutet er vage den Wunsch an, später vielleicht – zumindest auf Zeit – in der Privatwirtschaft zu arbeiten. Ihm ist vor allem der Gestaltungsspielraum wichtig, auch bei seinem gegenwärtigen Job. „Ich würde gehen, wenn ich den Eindruck hätte: Es passiert nichts mehr.“ Doch für die nächsten paar Jahre sieht er bei seinem Lieblingsthema, den europäischen Finanzmärkten, nicht die Gefahr des Stillstands. „Da ist“, sagt Asmussen, „wirklich etwas zu bewegen.“

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  • Lose Kanone im Haus - harryinfo, 12.02.2008, 13:21 [*]
    • Nur eine Frage der Blickrichtung ;-) - QuerDenker, 12.02.2008, 15:36
      • Interessant, daß Jörg Asmussen als ehemaliger Student von AW (mT) - DT, 12.02.2008, 17:27
        • Hier schon mal ein Bild, damit man weiß, wie (mT) - DT, 12.02.2008, 17:38
          • Seh ich da oben rechts an der Stirn einen vertikalen Schmiß (mT) - DT, 12.02.2008, 18:30
          • I'm just a smarty boy - smarty and blue,... - Tassie Devil, 14.02.2008, 04:10
        • Es ging damals um mehr als "nur" die Staatsfinanzen. - Gradient, 13.02.2008, 10:04
    • Schon am 6.12.2007 hatte die Zeit diesen Milliardenbetrug incl. Vertuschung angeprangert (mTuL) - DT, 12.02.2008, 18:41
      • Die Büchse der Pandora - harryinfo, 13.02.2008, 02:24
        • Zufall oder nicht - apoll, 13.02.2008, 04:45
        • Das finanzwirtschaftliche und das produktionswirtschaftliche Netz - Tassie Devil, 13.02.2008, 20:11

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