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Ohne soziale Sicherheit keine Freiheit!

prinz_eisenherz, Samstag, 23.02.2008, 00:16 (vor 6669 Tagen) @ Mephistopheles

## FREIHEIT und SOZIALSTAAT schließen einander aus!##

Guten Morgen Mephistopheles,
So kann man es schlussfolgern, was aber tiefgründig falsch gedacht ist.

Freiheit und der Sozialstaat, die soziale Absicherung, die brauchen einander. Natürlich sind Staatsgebilde denkbar, wo für die unverschuldeten Notlagen im Leben kein Staat einspringt, um mit dem Notwendigsten zu helfen, mal diese ausgesprochen extreme Position gedacht. Frage, gab es solche Staatsgebilde schon mal, um sich anzusehen wie die funktioniert haben?

Eigentlich kenne ich keinen, wenn denn eine Gemeinschaft zu einem Staat zusammengepresst wurde - freiwillig ist das noch nie irgendwo passiert -; wie könnte ein Staat beschaffen sein, der ohne soziale Sicherungssystem organisiert ist um, wie du es als These aufstellst, um so maximale Freiheit zu gewährleisten?

Schon mein Gefühl für das normale, friedliche menschliche Zusammenleben sagt mir, das kann nur ein Sklavenstaat sein, bei dem der Stärkste im Lande, den Schwächeren die Solidarität der Gemeinschaft verweigert. Wie Wohlhabende handeln, auch wenn sie noch so viel Geld verdienen, davon für die anderen ihren Anteil zu bezahlen, das hat uns der Herr Zumwinkel gerade vorgeführt und so würde auch der superreiche Sklavenhalter gegenüber seinen Sklaven sich verhalten.

Ich weiß nicht weiter, obwohl dein Gedanke eigentlich nicht so verkehrt ist, um seine eigenen Position zu überprüfen. Vielleicht ist er mir auch einfach zu fremd, weil ich, solange ich denken kann, wohlbehütet und auch zufrieden in der Solidargemeinschaft von Deutschland groß und auch alt geworden bin. Erzogen mit der eisernen und einsichtigen Spielregeln:

Solange du jung, gesund und kräftig bist, finde dich damit ab, wird dir ein Teil deiner Leistung weggenommen, um die vorangegangene Generation zu versorgen. Denn viele von denen haben gerackert und geschuftet, damit du gesund und geschützt aufwachsen konntest, zur Schule gehen, einen Beruf erlernen, studieren konntest, und das alles bei maximaler Sicherheit.

Und schon sind wir bei meiner Gegenthese, die abgeleitet ist aus dem 1. Axiom aller Lebewesen:

Alle lebenden Strukturen brauchen und verlangen Sicherheit.

Und umfassende Sicherheit, gerade um sich frei entfalten zu können, das soll der Staat, das sollen die Politiker organisieren. Wer das von denen nicht begreift, auch die Lenker der großen Kombinate, der muss sich einen anderen Platz auf dem Globus suchen oder wird, wie jeder andere, bestraft. Und wenn er denn vorher auf einem hohen moralischen Ross gesessen hat, dann wird er auch geächtet. Seiner überreichen, materiellen Lebensgrundlagen wird er damit noch lange nicht beraubt, somit hat er auch keinem Grund sich zu beschweren und eine unbedachte Solidarität mit diesen Menschen ist schlicht und ergreifend dumm.

Ohne Sozialstaat keine Freiheit.

Vielleicht verwechselst du aber auch nur etwas. Was dem zu Grunde liegt, das ist tatsächlich ein Geburtsfehler eines jeden deutschen Staates bisher gewesen und wird auch jeden deutschen Staat an den Rand schwerer gesellschaftlicher Krisen tragen und manchmal auch extrem darüber hinaus:

Wo viel Freiheit sein soll, da muss man viel Ungleichheit ertragen lernen.
Der Umkehrschluss ist genauso richtig:
Viel Gleichheit erzeugt viel Unfreiheit

Kürzer
Freiheit und Gleichheit, das schließt sich gegeneinander aus, aber nicht Freiheit und Sozialstaat.

Oh mein Gott, schon wieder viel zu lang geschrieben.
Nur noch kurz. Das gleichzeitige Kassieren von Sozialleistungen, das fällt bei dem Verschieben von Vermögen der Germanentürken nur keinem auf, das ist ein extremes Beispiel von beinahe unsichtbarer Nichtintegration dieser Gruppe in Deutschland. Denn wenn sie sich für das Gedeihen und für die Solidarleistungen des Staates, die eigentlich Leistungen der Allgemeinheit sind, wenn sie dabei über die lange Zeit endlich mal in Deutschland als ihre Heimat angekommen wären, dann würden sie nicht im Traum daran denken, hier die Wohltaten und die Sicherheit des deutschen Staates in Anspruch zu nehmen, aber ihr Geld in die Türkei zu verschieben. Sie sind Schmarotzer im deutschen Staat, die vom deutschen Staat leben, etwas bekommen, aber nichts zurück geben wollen und so, massenhaft praktiziert, wird aus einem Sozialstaat ein unfreier Staat, eine Diktatur.

Und zu guter letzt hat denn deine Grundthese, die von Freiheit gegen Sozialstaat ein Ende gefunden, mit einer betrüblichen Aussicht.

Nun aber ab in die Kirche[[zwinker]]
eisenherz

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  • Türken - MisterBurns, 22.02.2008, 12:46 [*]
    • Das wüden die Sozialämter auch gerne wissen wollen - prinz_eisenherz, 22.02.2008, 12:56
      • Die würden vieles wissen, wenn sie es denn wissen wollten - Mephistopheles, 22.02.2008, 13:19
        • Das was du vorschlägst ist der Stasistaat, Kontrolle hier, Kontrolle dort. - prinz_eisenherz, 22.02.2008, 14:20
          • Eigentlich wollte dir nur ganz kurz antworten, aber sehr wichtiger Gedankengang im 2. Teil! - Mephistopheles, 22.02.2008, 14:56
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      • Wieder einer, der auf die Hetze reingefallen ist - Mephistopheles, 23.02.2008, 01:58
    • nicht die Türken - harry49, 23.02.2008, 01:23

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