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Murphy's Law

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Donnerstag, 03.04.2008, 07:02 (vor 6520 Tagen) @ Georges

Auf die Frage, wann der Crash, der Grosse kommt, gibt es keine Antwort.

So ist es, Georges, und er kommt so sicher wie das Amen in der Kirche - aber in Raten ueber eine gewisse Zeitperiode hinweg, wobei ein Monats-Masstab die m.E. beste Messlatte ist.

Ich hatte beruflich bedingt in den 1970er und auch noch in den 1980-er Jahren genuegend Gelegenheiten zur Praxis an den Objekten Grossrechenanlagen in Rechenzentren, um den gesamten Inhalt Deines Beitrags voll bestaetigen zu koennen, denn in diesem Zeitraum waren diese dicken Kisten aufgrund von Maengeln in Hardware, Software und auch der Infrastruktur Objekte der Instabilitaet, denen diese Eigenheit erst gegen Ende der 1980-er Jahre unter Einsatz aller geeigneten Mittel und Methoden beizukommen war.

In diesem Zeiraum der Instabilitaet solcher technischen Anlagen, die ja als solche mit Aber-Millionen von Teilen aus Hardware/Software und Infrastruktur zusammengebastelt waren, machte ich folgende Erfahrungen:

1. Wenn es kraeftiger reinschlug, dann aber immer gleich richtig dick aufgetragen, Murphy war dann stets zu Gast. Ich vermochte zumeist nachtraeglich die Gruende des Ausfalls detailliert zu rekonstruieren.

Wurde das Problem durch eine einzelne zentrale Komponente ausgeloest, dann hatten zumindest sehr oft direkte aber auch etwas indirektere Komponenten zum crash der zentralen Komponente beigetragen, weil sie ihrerseits wiederum oftmals ganz knapp an den Raendern ihrer eigenen Rahmen operierten. Die zentrale Komponente wurde also von ihrer Umgebung ueber einen gewissen Zeitraum regelrecht "weichgeklopft".

Wurde das Problem hingegen durch zwei oder mehrere Komponenten ausgeloest, dann hatten diese Komponenten in der Regel keine zentrale Funktion, jedoch arbeiteten die jeweils ausloesenden Komponenten wiederum stets an den individuellen Grenzen ihrer Operationsrahmen. Eine solche Komponente allein haette das Problem nicht ausloesen koennen, auch wenn sie hart am Rande ihres Rahmens gelaufen waere. Es waren also mindestens zwei solcher "gratwandernden" Teile, die dann den Absturz ausloesten.

2. Dicke Einschlaege kuendigten sich oftmals bereits Wochen zuvor an, im Schicht-Operating des RZ machte dann die Redeweise "es ist wieder mal etwas im Busch" die Runde.

Der "Buschfunk" wurde fast immer durch zwei oder mehr nichtzentraler Komponenten ausgeloest, einzelne Komponenten operierten dabei bereits zeitweilig sogar ausserhalb ihrer Operationsrahmen, jedoch reichten diese Systemzustande manchmal erst einige Wochen spaeter endlich dazu aus, einen big bang auszuloesen.

3. Das Verzoegern oder Verschleppen von Reparaturen und Problembehebungen kleinerer und kleinster Umfaenge fuehrten im Zeitablauf ueber Wochen oder Monate hinweg immer wieder zu Systemzustaenden von Spannung und Stress, was wiederum zumeist die Ursache des Ausloesens des "Buschfunk" mit einem abfolgendem big bang war.

4. Das gleiche passierte zumeist bei nachlaessiger Arbeitsqualitaet, die dabei Beteiligten waren zumindest des oefteren nicht zu der Einsichtigkeit in der Lage, zu welchen Folgen ihre Nachlaessigkeit fuehrte oder zu fuehren haette vermoegen.

---------------------

Die Grossrechenanlagen obiger Zeiten verhielten sich im Hinblick auf crash wie die Sandhaufen in Deinem Beitrag, es wurden systemische Spannungen und Stress zuweilen ueber Zeitraeume von Monaten hinweg aufgebaut, und dann knallte es mal wieder kraeftig, wenn nicht zuvor der Aufbau der Spannungen und Stress beobachtet und rechtzeitig beseitigt wurde.

Und da Vorsicht halt die Mutter der Porzellankiste ist, sollte man sich
nicht lustig machen über diejenigen, die vor dem Crash warnen, sondern
ihren Ratschlägen folgen, auch wenn das Sandkorn noch dieses Mal
haarscharf an einer langen Instabilitätskette vorbei gelandet sein
sollte.

Ja, so ist es.

Aber leider werden viele nur durch eigene selbst erlittene Schaeden klug, wenn ueberhaupt, sie wollen es halt oftmals einfach nicht anders...

Georges

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

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