Der unpopuläre Haken am Debitismus
... ist der Zivilisationsuntergangsteil.
Der Mensch ist von Haus aus Optimist, deshalb alleine schon ist das wenig anziehend.
Dann ist es eine Binse, dass Lebewesen (auch Staaten und Zivilisationen sind solche) nicht ewig leben; es hilft mir bei meinem eigenen Leben auch wenig, es nur von seinem Ende her zu betrachten.
Da kommen dann so Sprüche raus wie im Faust:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
Das ist dort auch nur eine Einzelmeinung, nämlich die des verneinenden Widersachers.
Und drittens ist es eine Prognose die unvorhersehbare Zukunft betreffend, mit allen dem innewohnenden Unsicherheiten.
Es fragt sich, ob dem nicht zu sehr statisches Denken, das Denken in Zuständen zugrunde liegt.
Leben ist aber ein dynamischer Prozess, bei dem es vielleicht gar nicht um das Erreichen irgendwelcher End-Zustände geht, sondern das einfach gelebt wird und auch irgendwann endet.
Was meine Einzelmeinung ist, der Debitismus legt vielzuviel Gewicht auf Geld und Schuld, vermutlich wegen der unsäglichen "Urschuld" und ist diesbezüglich ein echtes Kind des patriarchalischen Denkens mit dem Urgrund des ewig strafenden Über-ichs oder "großen Anderen", das die geistige Grundlage der patriarchalischen Herrschaft der Hirten-/Agrargesellschaft/Sesshaftigkeit bildet. Jede rote Fußgängerampel und natürlich auch jeder Bescheid fußt auf dieser seit zehntausend Jahren eingehämmerten Basis.
Das führt dann zB dazu, dass Ideen wie BGE als Teufelswerk angesehen werden, weil ... weil Strafe muss schließlich sein!
gesamter Thread:
- Debitist Daniel Stelter im Interview -
smiths74,
23.10.2017, 22:09
- Ich erinnere mich gut, wie Dr. Stelter - damals noch nicht -
dottore,
24.10.2017, 15:05
- Er hat es verstanden. -
inno,
24.10.2017, 17:12
- Neues Derivat von Wallstreet-Banken um gegen europäische Banken zu wetten. - siggi, 25.10.2017, 04:54
- Seminare im Dolder Grand Zürich -
Sligo,
24.10.2017, 19:06
- @dottore - Seminar im Dolder Grand 9. November '17 - Sligo, 06.11.2017, 18:23
- Er hat es verstanden. -
inno,
24.10.2017, 17:12
- Dr. Stelter ist kein Debitist -
Silke,
25.10.2017, 11:37
- Das verstehe ich nicht. -
vegan,
25.10.2017, 14:28
- Sind krasseste Wahrnehmungsstörungen bei Veganern möglich? -
MausS,
25.10.2017, 14:59
- +5 Erfahrung - vegan, 25.10.2017, 17:24
- Ich fürchte, zur Stringenz-Prüfung führt kein Weg am tiefen Verständnis des Debitismus vorbei. (oT)
-
neptun,
26.10.2017, 01:32
- Ich habe noch weniger verstanden, bin mir aber absolut sicher. -
trosinette,
26.10.2017, 09:03
- Wettstreit der Wenigerversteher - vegan, 26.10.2017, 10:16
- Der symbolische Tausch und der Tod - Ashitaka, 27.10.2017, 19:26
- Sie glauben an den freien Willen der machtlosen Dezentralen - ein Widerspruch in sich -
Zarathustra,
28.10.2017, 12:15
- Über Allmacht und Vermögen -
vegan,
28.10.2017, 17:17
- Machtbegriff -
Zarathustra,
29.10.2017, 08:12
- Befindlichkeiten - vegan, 29.10.2017, 10:23
- Machtbegriff -
Zarathustra,
29.10.2017, 08:12
- Über Allmacht und Vermögen -
vegan,
28.10.2017, 17:17
- Sind krasseste Wahrnehmungsstörungen bei Veganern möglich? -
MausS,
25.10.2017, 14:59
- Dank für den brillianten (sammlungswürdigen?) Beitrag. Erinnert mich teilweise ein wenig an Goethe. - neptun, 26.10.2017, 01:30
- Der unpopuläre Haken am Debitismus -
Orlando,
26.10.2017, 11:51
- BGE - Rybezahl, 26.10.2017, 15:35
- Nur eine globale Zivilisation muss untergehen - FOX-NEWS, 26.10.2017, 21:39
- Kraftvoll, super! - Ashitaka, 27.10.2017, 18:50
- Das Gelbe - at its best*! - Wildheuer, 29.10.2017, 18:34
- Das verstehe ich nicht. -
vegan,
25.10.2017, 14:28
- Ich erinnere mich gut, wie Dr. Stelter - damals noch nicht -
dottore,
24.10.2017, 15:05
