Genau SO taeuscht man die Leute und zieht sie ueber die Banktresen
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Die neue Wut auf die Banken
Millionen verdient und Milliarden vernichtet: Die Bankenkrise wird immer schlimmer. Muss der Staat jetzt die Löhne der Bankiers regulieren?
Ein Tatsachen-Bericht aus Zürich (Tagesanzeiger)
Beim Bier nach dem gemeinsamen Training wurde ich kürzlich gefragt: «Du verstehst doch etwas von Wirtschaft. Bist du nicht auch der Meinung, man sollte alle Banken abschaffen? Es würde uns allen ohne Banken doch viel besser gehen?» Die Frage war für mich in verschiedener Hinsicht verblüffend. Sie wurde nicht von einem jungen Chaoten gestellt, der in einer Anti-Globalisierungsbewegung aktiv ist, sondern von einem Mann im besten (also meinem) Alter, der ein eigenes Geschäft besitzt und generell gut bürgerlich denkt.
Die Forderung ist zudem offensichtlich absurd. Banken abschaffen, das wäre etwa so sinnvoll, wie einem Menschen das Herz bei lebendigem Leib aus der Brust zu reissen. Grundsätzlich erfüllen Banken eine ökonomisch lebenswichtige Funktion. Sie sorgen für die Verteilung des Geldes in einer Volkswirtschaft, genau wie das Herz dafür sorgt, dass unser Körper mit Blut versorgt wird. Wie kann also ein erfolgreicher Schweizer KMU-Besitzer die Existenz von Banken ernsthaft in Zweifel ziehen?
Eine geradezu dramatische Darstellung aus Maerchen, Halbwahrheiten und realistisch wiedergegebenen Sachverhalten.
In der Tat, das Abschaffen der Banken waere nicht sinnvoll, denn es entspraeche dem strikten Verbot der gesamten Spiel-, Wett und Casino-Industrie.
Jedoch, der Vergleich der Verteilung des Geldes in einer Volkswirtschaft mit dem Pumpen des Herzens zwecks Versorgung des Koerpers mit Blut ist zwar von ungeheuerer Attraktivitaet in bildlicher Visualisierung, nichtsdestotrotz jedoch liegt in diesem augenscheinlichen Vergleich ein zwar unscheinbarer aber gravierend hinkender Pferdefuss.
Der teuflische Pferdefuss besteht naemlich darin, dass fliessendes Blut stets materieller Konsistenz ist und auch sein muss, um den darin enthaltenen Sauerstoff durch den Koerper transportieren zu koennen, das Geld einer Waehrung hingegen war und ist ausschliesslich
immaterielle Information, die ueber materiell-technische Verteilungssysteme hindurchfliesst, um die Volkswirtschaft damit zu versorgen.
War aus traditionellen Gruenden die Geldinformation in vergangenen Zeiten an spezielles Papier und Metall gebunden, so fliessen die Geldinformationen seit dem Aufkommen der ICT (Information and Communication Technology) in wenigen vergangenen Jahrzehnten heutzutage in weit ueberwiegenden Massen durch diese elektronischen Techniken der Computer und weltumspannenden Netzwerke, was eine Vorraussetzung zum Anwachsen saemtlicher Geld- und Geld-derivativer Volumina bis in geradezu irrsinnig anmutende Groessenordnungen war.
Was nun auch obiger Schweizer KMU-Inhaber mit seinem Wunsche nach Abschaffung der Banken geradezu instinkiv unterbewusst fordert, das ist das vollstaendige Abschneiden und Abtrennen der Banken im Hinblick auf das gesamte Management des Geldes (NICHT Geld-Derivaten bliebiger Art!) bei der durchfliessenden Versorgung einer Volkswirtschaft.
Langer Rede kurzer Sinn, das vollstaendige Management von GELD und KREDIT im Sinne von jederzeit voellig uneingeschraenkten Zahlungsmitteln ("M0, M1, ZB-Guthaben") waere den Banken abzunehmen und in eine eigene spezielle Organisation einer Volkswirtschaft einzubringen, und damit wuerde nicht nur aber auch obiger Schweizer KMU-Inhaber eines nicht sehr fernen Tages erklaeren, diese Struktur sei eigentlich genau das, was er mit dem Abschaffen der Banken zuvor gemeint habe...
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Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
gesamter Thread:
- Genau SO taeuscht man die Leute und zieht sie ueber die Banktresen -
Tassie Devil,
17.01.2008, 23:45
- Jeder Vergleich hinkt bekanntlich... -
webmax,
18.01.2008, 00:12
- Blutverduennung - Tassie Devil, 18.01.2008, 01:00
- Stimmt, denn schneller pumpen bedeutet nicht eine größere Menge pumpen. Das aber ist das Problem, die Menge. (oT) -
prinz_eisenherz,
18.01.2008, 01:48
- Nein, Prinz, Du irrst schon wieder! - Tassie Devil, 18.01.2008, 02:29
- KMU versklavt von Staat und Banken -
DerBerliner,
18.01.2008, 03:18
- diese Argumentation ist einleuchtend, weil schlüssig! Schon die ganze Wahrheit ? (oT)
-
webmax,
18.01.2008, 03:38
- Der Zins ist das nächste Übel - nach Staat und Banken -
DerBerliner,
18.01.2008, 04:14
- Der Zins ist das nächste Übel - nach Staat und Banken -
Tassie Devil,
18.01.2008, 04:46
- "Ein wenig Zins" funktioniert nicht - anonymes Kapital ist immer skrupellos -
DerBerliner,
18.01.2008, 05:52
- "Ein wenig Zins" gibt es nicht - Systemregularien -
Tassie Devil,
18.01.2008, 06:43
- Ich halte mich aus der Detail-Diskussion raus - DerBerliner, 18.01.2008, 07:06
- "Ein wenig Zins" gibt es nicht - Systemregularien -
Tassie Devil,
18.01.2008, 06:43
- "Ein wenig Zins" funktioniert nicht - anonymes Kapital ist immer skrupellos -
DerBerliner,
18.01.2008, 05:52
- Der Zins ist das nächste Übel - nach Staat und Banken -
Tassie Devil,
18.01.2008, 04:46
- Der Zins ist das nächste Übel - nach Staat und Banken -
DerBerliner,
18.01.2008, 04:14
- diese Argumentation ist einleuchtend, weil schlüssig! Schon die ganze Wahrheit ? (oT)
- Jeder Vergleich hinkt bekanntlich... -
webmax,
18.01.2008, 00:12
