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Jeder Vergleich hinkt bekanntlich...

webmax, Freitag, 18.01.2008, 00:12 (vor 6580 Tagen) @ Tassie Devil

Hallo Tassie,

wenn man diesen Vergleich trotzdem weiter verwenden will:

Es sollte sicher gestellt sein, daß die Pumpe (Herz/Banken) nicht auch noch die Gewalt über die Blut-Herstellung, hier vor allem die jahrzehntelange Blutverdünnung(!) haben darf, mit ebenfalls großer Diktion über die Gebiete vorrangiger Verteilung.

Aber damit rütteln wir an den Gru7ndfesten des Systems der Geldelite....

Gruß webmax

http://dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=5663&page=0&category=0

Die neue Wut auf die Banken
Millionen verdient und Milliarden vernichtet: Die Bankenkrise wird immer
schlimmer. Muss der Staat jetzt die Löhne der Bankiers regulieren?


Ein Tatsachen-Bericht aus Zürich (Tagesanzeiger)

Beim Bier nach dem gemeinsamen Training wurde ich kürzlich gefragt: «Du
verstehst doch etwas von Wirtschaft. Bist du nicht auch der Meinung, man
sollte alle Banken abschaffen? Es würde uns allen ohne Banken doch viel
besser gehen?» Die Frage war für mich in verschiedener Hinsicht
verblüffend. Sie wurde nicht von einem jungen Chaoten gestellt, der in
einer Anti-Globalisierungsbewegung aktiv ist, sondern von einem Mann im
besten (also meinem) Alter, der ein eigenes Geschäft besitzt und generell
gut bürgerlich denkt.

Die Forderung ist zudem offensichtlich absurd. Banken abschaffen, das
wäre etwa so sinnvoll, wie einem Menschen das Herz bei lebendigem Leib aus
der Brust zu reissen. Grundsätzlich erfüllen Banken eine ökonomisch
lebenswichtige Funktion. Sie sorgen für die Verteilung des Geldes in einer
Volkswirtschaft, genau wie das Herz dafür sorgt, dass unser Körper mit Blut
versorgt wird. Wie kann also ein erfolgreicher Schweizer KMU-Besitzer die
Existenz von Banken ernsthaft in Zweifel ziehen?

Eine geradezu dramatische Darstellung aus Maerchen, Halbwahrheiten und
realistisch wiedergegebenen Sachverhalten.

In der Tat, das Abschaffen der Banken waere nicht sinnvoll, denn es
entspraeche dem strikten Verbot der gesamten Spiel-, Wett und
Casino-Industrie.

Jedoch, der Vergleich der Verteilung des Geldes in einer Volkswirtschaft
mit dem Pumpen des Herzens zwecks Versorgung des Koerpers mit Blut ist
zwar von ungeheuerer Attraktivitaet in bildlicher Visualisierung,
nichtsdestotrotz jedoch liegt in diesem augenscheinlichen Vergleich ein
zwar unscheinbarer aber gravierend hinkender Pferdefuss.

Der teuflische Pferdefuss besteht naemlich darin, dass fliessendes Blut
stets materieller Konsistenz ist und auch sein muss, um den darin
enthaltenen Sauerstoff durch den Koerper transportieren zu koennen, das
Geld einer Waehrung
hingegen war und ist ausschliesslich
immaterielle Information, die ueber materiell-technische
Verteilungssysteme hindurchfliesst, um die Volkswirtschaft damit zu
versorgen.

War aus traditionellen Gruenden die Geldinformation in vergangenen
Zeiten an spezielles Papier und Metall gebunden, so fliessen die
Geldinformationen seit dem Aufkommen der ICT (Information and
Communication Technology) in wenigen vergangenen Jahrzehnten heutzutage in
weit ueberwiegenden Massen durch diese elektronischen Techniken der
Computer und weltumspannenden Netzwerke, was eine Vorraussetzung zum
Anwachsen saemtlicher Geld- und Geld-derivativer Volumina bis in geradezu
irrsinnig anmutende Groessenordnungen war.

Was nun auch obiger Schweizer KMU-Inhaber mit seinem Wunsche nach
Abschaffung der Banken geradezu instinkiv unterbewusst fordert, das ist
das vollstaendige Abschneiden und Abtrennen der Banken im Hinblick auf
das gesamte Management des Geldes (NICHT Geld-Derivaten bliebiger Art!)
bei der durchfliessenden Versorgung einer Volkswirtschaft.

Langer Rede kurzer Sinn, das vollstaendige Management von GELD und KREDIT
im Sinne von jederzeit voellig uneingeschraenkten Zahlungsmitteln ("M0,
M1, ZB-Guthaben") waere den Banken abzunehmen und in eine eigene spezielle
Organisation einer Volkswirtschaft einzubringen, und damit wuerde nicht nur
aber auch obiger Schweizer KMU-Inhaber eines nicht sehr fernen Tages
erklaeren, diese Struktur sei eigentlich genau das, was er mit dem
Abschaffen der Banken zuvor gemeint habe...

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  • Genau SO taeuscht man die Leute und zieht sie ueber die Banktresen - Tassie Devil, 17.01.2008, 23:45 [*]
    • Jeder Vergleich hinkt bekanntlich... - webmax, 18.01.2008, 00:12
      • Blutverduennung - Tassie Devil, 18.01.2008, 01:00
      • Stimmt, denn schneller pumpen bedeutet nicht eine größere Menge pumpen. Das aber ist das Problem, die Menge. (oT) - prinz_eisenherz, 18.01.2008, 01:48
        • Nein, Prinz, Du irrst schon wieder! - Tassie Devil, 18.01.2008, 02:29
    • KMU versklavt von Staat und Banken - DerBerliner, 18.01.2008, 03:18
      • diese Argumentation ist einleuchtend, weil schlüssig! Schon die ganze Wahrheit ? (oT) [ [ kein Text ] ] - webmax, 18.01.2008, 03:38
        • Der Zins ist das nächste Übel - nach Staat und Banken - DerBerliner, 18.01.2008, 04:14
          • Der Zins ist das nächste Übel - nach Staat und Banken - Tassie Devil, 18.01.2008, 04:46
            • "Ein wenig Zins" funktioniert nicht - anonymes Kapital ist immer skrupellos - DerBerliner, 18.01.2008, 05:52
              • "Ein wenig Zins" gibt es nicht - Systemregularien - Tassie Devil, 18.01.2008, 06:43
                • Ich halte mich aus der Detail-Diskussion raus - DerBerliner, 18.01.2008, 07:06

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