Gedanken zum Reichtum
In den letzten Jahren habe ich sehr viel gelesen. Das hat damit zu tun, dass ich gerne lese und auch, dass ich die Zeit hatte, um zu lesen. Um Zeit zu haben um zu lesen, braucht man Geld und Geld hatte ich für eine gewisse Zeit. Je mehr die Zeit verging, desto weniger wurde das Geld.
Nun gab es für mich zwei Möglichkeiten die Zeit auszudehnen; Geld zu verdienen oder die Bedürfnisse herunter zu schrauben, denn je weniger Bedürfnisse man hat, desto weniger Geld braucht man. Wer keine Bedürfnisse hat, der braucht kein Geld und wer kein Geld braucht ist folglich reich.
Wer nun nicht glaubt, dass ein Mensch bedürfnislos sein kann, dem bleibt die Variante, möglichst viel Geld zu verdienen, denn je mehr Geld wir verdienen, desto mehr Zeit haben wir, solange sich die Bedürfnisse nicht ändern. Doch bei den meisten Menschen passiert das Gegenteil, die Bedürfnisse steigen mit dem Einkommen.
Je stärker die Bedürfnisse ansteigen, desto grösser wird die Abhängigkeit vom Geld und je abhängiger wir vom Geld werden, desto kleiner wird die Freiheit. Es gibt nur wenige Menschen die es schaffen mit einem grossen Vermögen frei zu leben, obwohl sie es vermögen würden, frei zu leben.
Das hat damit zu tun, dass Menschen anderen Menschen zeigen wollen, dass sie es vermögen, frei zu leben und das geht nur, in dem sie kostbare Dinge kaufen, damit andere sehen können was sie vermögen. Doch durch den Kauf dieser Dinge nimmt das Vermögen ab und somit auch die Freiheit.
Das Bedürfnis angesehen zu werden ist ein Bedürfnis, das schon manchen sein Ansehen gekostet hat. Dies passiert auch Menschen die mehr Geld haben, als sie je in ihrer zur Verfügung stehenden Zeit auszugeben vermögen. Sie sind trotz des Vermögens bedürftig geblieben.
Der Weg durch die Reduktion eigener Bedürfnisse reich zu werden ist vermutlich doch der erfolgreichere. Ob es schon jemand geschafft hat wissen wir nicht, weil ein Bedürfnisloser kein Bedürfnis hat seinen Reichtum zu zeigen – den Reichtum, frei von Bedürfnissen zu sein.
http://blog.zeitenwende.ch/psychologie/gedanken-zum-reichtum/
gesamter Thread:
- Gedanken zum Reichtum -
chiron,
26.01.2008, 12:15
- Schöner Text, merci! (oT)
-
zenonvonelea,
26.01.2008, 12:29
- Red Queen spricht dagegen -
Amstrand,
27.01.2008, 01:28
- @amstrand -
chiron,
27.01.2008, 04:48
- was ist da nicht zu verstehen? -
Amstrand,
27.01.2008, 05:12
- @amstrand -
chiron,
27.01.2008, 05:57
- Bedürfnisse -
Amstrand,
27.01.2008, 08:49
- @amstrand -
chiron,
27.01.2008, 09:11
- Definiere "frei" (oT)
-
Amstrand,
27.01.2008, 14:49
- Jetzt wirds langweilig -
chiron,
27.01.2008, 15:01
- Träum schön weiter, bitte - Amstrand, 28.01.2008, 00:14
- Jetzt wirds langweilig -
chiron,
27.01.2008, 15:01
- Definiere "frei" (oT)
- @amstrand -
chiron,
27.01.2008, 09:11
- Bedürfnisse -
Amstrand,
27.01.2008, 08:49
- @amstrand -
chiron,
27.01.2008, 05:57
- was ist da nicht zu verstehen? -
Amstrand,
27.01.2008, 05:12
- @amstrand -
chiron,
27.01.2008, 04:48
- Der Vorteil von Reichtum: man kann sein Geld auch verschenken, wenn man will -
weissgarnix,
27.01.2008, 05:04
- Zwischen Wunsch und Bedürfnis -
chiron,
27.01.2008, 06:07
- Maslowsche Bedürfnispyramide - weissgarnix, 27.01.2008, 06:27
- Zwischen Wunsch und Bedürfnis -
chiron,
27.01.2008, 06:07
- Schöner Text, merci! (oT)
