Jawoll !
Hallo Kaltmeister!
Von allen Reaktionen, die ich auf die Meldung gelesen habe, gefällt mir Deine am besten.
Im Artikel steht:
Den Betrug, sagt der Münchner Sozialpsychologe Dieter Frey, den hätten die Menschen im Blut. "Da sind die Armen um keinen Deut besser als die Reichen." Auffällig sei aber schon, dass immer wieder Manager und Unternehmer mit Millionenvermögen versuchten, ihr Einkommen am Fiskus vorbeizuschleusen. Für die Spitzenverdiener sei die Versuchung besonders groß.
Einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass aus Anzugträgern Kriminelle würden, leiste das gesellschaftliche Umfeld, in dem sich die Einkommenselite bewege. "In diesen Schichten wird permanent darüber diskutiert, wie Steuern gespart werden könnten", sagt Frey, auch Leiter der bayerischen Eliteakademie.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/515/158092/
Ich weiß, ehrlich gesagt nicht, warum sich manche Leute hier darüber so aufregen.
Der Mann hat es einfach auf den Punkt gebracht.
Einen Virus im Blut zu haben, heißt noch lange nicht daran zu erkranken.
Mit der nötigen Selbstdisziplin wird die Steuererklärung ehrlich ausgefüllt, das Fahrtenbuch korrekt geführt und der Versicherungsfall nicht mit zusätzlichen Schäden überfrachtet.
Das deutsche Steuerrecht lädt aber förmlich zum Betrug ein und gegenüber den Arbeitern/Angestellten, die kaum Möglichkeiten der Steuervermeidung haben, muß der Selbständige sich schon sehr in Disziplin üben.
Es ist auch völlig richtig, daß mit steigendem Einkommen die Versuchung, Steuern nicht zu bezahlen, wächst.
Und wer die Aussage bestreitet, daß bei den Besserverdienenden das Thema Steuervermeidung eine Hauptrolle spielt, der hat sich offenbar noch nie mit solchen Leuten unterhalten.
Damit finde ich weder die überbordende Besteuerung gerecht, noch die krakenartige Finanzverwaltung sinnvoll, weil die Nachweisführung inzwischen überaus lästig geworden ist.
Aber es müssen nicht mehr Kerzen für die scheinbar Unbescholtenen angezündet werden als unbedingt notwendig.
Du schreibst: Das Problem ist hier vielmehr, daß unsere Staatsform immer und immer wieder einen ganz bestimmten Menschenschlag fördert, der fast alle Spitzenpositionen dieser Gesellschaft durchdrungen hat: den charakterlosen, asozialen Materialisten.
Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.
mfG
nereus
gesamter Thread:
- Betrug im Blut -
eddie09,
15.02.2008, 01:54
- Das ist eine Charakterfrage... -
Kaltmeister,
15.02.2008, 02:36
- Daraus ableitend ist die Monarchie doch nicht die schlechteste Staatsform. (oT)
-
Albrecht,
15.02.2008, 02:46
- "Monarchie" ist nur ein Name. - Kaltmeister, 15.02.2008, 03:36
- Hirnscan für Politiker ? - beni, 15.02.2008, 04:37
- Jawoll ! - nereus, 15.02.2008, 07:21
- Daraus ableitend ist die Monarchie doch nicht die schlechteste Staatsform. (oT)
- Ach was. Da ist einfach was schiefgelaufen! -
rocca,
15.02.2008, 03:46
- Dasselbe habe ich auch gleich gedacht. (oT)
-
Kaltmeister,
15.02.2008, 03:54
- Dasselbe habe ich auch gleich gedacht. (oT)
- Faekalien im Kopf eines Muenchner Sozial-Gorillas -
Tassie Devil,
15.02.2008, 04:39
- Tschuldigung, dass ich mich schon wieder bei dir einklinke - die ganze Diskussion ist einfach grotesk daneben -
Mephistopheles,
15.02.2008, 07:23
- Du sagst selbst, daß es einen "Vertrag" gibt - coldice, 15.02.2008, 09:07
- Tschuldigung, dass ich mich schon wieder bei dir einklinke - die ganze Diskussion ist einfach grotesk daneben -
Mephistopheles,
15.02.2008, 07:23
- Der Knabe hatte beim Schreiben Canabis oder C2.H5.OH im Blut - prinz_eisenherz, 15.02.2008, 05:01
- Das ist eine Charakterfrage... -
Kaltmeister,
15.02.2008, 02:36
