Es gibt kein System ausser der Gewohnheit
Hallo Jacques
Weshalb wurden die Kreditpapiere überhaupt ausgetauscht?
Teilweise sicher, weil sie zurück bezahlt wurden und dementsprechend ersetzt werden mussten.
Ist es möglich, dass das offenbarte Geschäftsbahren der UBS System hatte
oder war das ein Einzelfall?
Wenn du unter "System" verstehst, dass andere das auch so machten, dann ist dies durchaus möglich. Wenn du aber davon ausgehst, dass dies geplant war, dann unterschätzt du die Mechanismen.
Die Mitarbeiter werden dazu angetrieben höhere Gewinne zu machen. Da werden die Grenzen schon mal ein bisschen verschoben. Wenn das gut geht über längere Zeit, dann wird es gefährlich.
Die Kontrollorgane einer Bank sind meistens schlechter informiert über die Märkte und deren Mechanismen als die Händler. Sie haben zwar die Möglichkeiten die Händler in die Schranken zu weisen, wenn sie sich ihrer Sache wirklich sicher sind. Die meisten haben sich da einfach auf die Ratings gestützt - was wie wir wissen ein Fehler war.
Und nicht zu vergessen: Es gibt auch Kontrolleure, die einmal Händler werden wollen...
Es "menschelt" halt überall. Jeder möchte an den grossen Topf. Jeder muss immer höhere Budgets erreichen und wenn die Chefs nicht genau hinschauen, wie die Resultat erarbeitet wurden, sondern nur wieviel erarbeitet wurde, dann wird es richtig gefährlich.
Gruss chiron
gesamter Thread:
- NZZ am Sonntag UBS HSH -
Jacques,
02.03.2008, 01:04
- Welcher Artikel? -mkT -
Mephistopheles,
02.03.2008, 01:28
- "Zeitung als Festpapier" S. 31 - Jacques, 02.03.2008, 01:37
- Nach ca. 10 Sekunden Recherche: - MausS, 02.03.2008, 01:41
- Es gibt kein System ausser der Gewohnheit -
chiron,
02.03.2008, 04:43
- Alles Spieltheorie -
Holmes,
02.03.2008, 13:57
- Irrtum, Holmes! - Tassie Devil, 02.03.2008, 20:27
- Alles Spieltheorie -
Holmes,
02.03.2008, 13:57
- Welcher Artikel? -mkT -
Mephistopheles,
02.03.2008, 01:28
