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Loslassen, darum geht es in den meisten Unterhaltungen sobald der Debitismus den Raum betritt.

Ashitaka @, Sonntag, 22.06.2014, 20:24 (vor 4224 Tagen) @ Nico
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 22.06.2014, 20:52

Hallo Nico,

Da wir uns nun an dieser Stelle wieder begegnen, setze ich nun hier noch
mal an dem Punkt an, um den es mir in der bereits angesprochenen Diskussion
geht. Ich behaupte, dass alle Sachwerte ausschließlich als Mehrwert in die
debitistische Welt Einzug halten, und den Mehrwert definiere ich dadurch,
dass dieser eben genau das ist, was nicht vor-finanziert wurde.

Dann solltest du dir die abertausenden Beiträge zahlreicher Forenmitglieder noch mal durchlesen, insbesondere Dottores Wegweiser, die dir aufzeigen, dass JEDER MEHRWERT eine Schuld voraussetzt. Es kommt nix netto, kein Beamportal. Ich würde mal die alten Forenseiten wälzen und mich bei Dottore genau über diese gleichen Begegnungen informieren.

Deinen
Versuch, dieser These nun beizukommen, und den Beweis zu führen, dass der
Mehrwert ebenfalls vor-zu-finanzieren sei, sehe ich als bisher gescheitert
an.

Das ist kein Versuch, sondern bereits gelungen. Im Übrigen ist es auch keine neue Erkenntnis, die mir zu verdanken wäre, sondern das theoretische Fundament des Debitismus von Paul C. Martin. Dass du das klare Zitat von ihm nicht duldest, das ist dein Problem. Es gibt keinen Mehrwert, der aus einem Brunnen ohne Vorfinanzierung des Zeitbedarfs entspringt!

Bei dem Thema Vorfinanzierung kann es aber natürlich nur um gebuchte
Schulden zwischen zwei Parteien gehen.

Nein, Schulden gab es schon lange vorher. Statt doppelten Buchhaltungen gab es in frühesten Formen Tontafeln, Siegel, die in Archiven der Gläubiger aufbewahrt wurden, massenweise bei Ausgrabungen zu Tage gebracht. Und der Debitismus beschränkt sich eben nicht nur auf die Vorfinanzierung durch Dritte, sondern eben auch auf die Vorfinanzierung durch eigenes Kapital (Dich selbst). Es gab weder eine häusliche Produktion, noch eine durch Abgabenforderungen notwendig gewordene Überschussproduktion, die ohne eine Vorfinanzierung des Zeitbedarf der Produktion herstellbar gewesen wäre. Der Debitismus berücksichtigt genau diese realen Umstände.

So finden wir in dem Begriff der
„Vorfinanzierung“ natürlich auch den Begriff der „Finanzen“.
Dieser Begriff muss ausschließlich einer monetären Wirtschaft
vorenthalten sein.

Finanz kommt vom lateinischen finis, was Zahlungstermin bedeutet. oder finalis, was Grenze (bis zu dem Tage) bedeutet. Die Begriffe gab es schon lange vor den ersten monetären Wirtschaften.

Deshalb ist eine nicht-monetäre Stammesgesellschaft natürlich auch nicht
vor-finanziert, und der Hinweis auf deren „Termine“ geht ins Leere.

Natürlich, sie konnten Nahrung zu sich nehmen wann sie wollten, da sie auch keine Schuld gegenüber ihren Gemeinschaften verspürten. Die Ernte kostete keine Zeit, alles war in Hülle und Fülle vorhanden. Es gab überhaupt keine Termine, die den Menschen per Natur auferlegt waren. Und wenn es doch einmal so weit kam, schwebten die Glücksbärchis von ihren Wolken herunter und halfen kurzum aus. Nein Nico, Paul C. Martin lesen, Paul C. Martin verstehen! Alles im Leben hat einen Termin, sonst wäre dem Zeitbedarf kein Sinn gegeben.

Mir geht es in der gesamten Angelegenheit nur um die speziell in diesem
Forum verbreitete Vorstellung, dass monetäres Wirtschaften prinzipiell auf
ein Ponzi-Schema hinausläuft. Solch ein Ponzi-Schema kann erst recht nur
auf monetären Schulden gründen.

Nein, das Ponzi-Schema ist bereits dadurch begründet, dass der Abgabenforderung der Zwingherren/Staaten eine zunehmende Unfähigkeit der Untertanen zur steigenden Überschussproduktion gegenüber steht. Die Produktion muss aufgrund der Vorfinanzierungsproblematik gesteigert werden. Dazu solltest du dir diese Unterhaltung noch mach in Ruhe durchlesen. Jeder Debitist wird dir bestätigen, dass alles an diesen Darstellungen bzgl. der Vorfinanzierungsproblematik stimmt:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=315446

Davon abgesehen, dass deine Auskünfte
nun eigentlich darauf hinauslaufen müssten, dass ja also nun das gesamte
Universum seinem Schulden-GAU entgegen strebt, interessiert mich
ausschließlich ein möglicher Beweis, dass monetäres Wirtschaften einem
Wachstumszwang unterliegt.

Sei ehrlich, das interessiert dich nicht. Dich interessiert das Gegenteil, die bestmögliche Verteidigung einer Modellierung von Gleichgewichtszuständen. Darin war ich früher auch mal richtig gut.

Auch hier könnte nur das Wachstum monetärer
Schulden gemeint sein. Diese „zusätzlichen“ Schulden philosophierst du
aber nur herbei, ohne zu erklären, wie diese zu konkreten Schulden werden
würden.

Eine Lüge! Immer wieder die gleiche Behauptung, sowohl gegenüber meiner Person, als auch gegenüber den anderen Debitisten, insbesodnere Paul C. Martin. Ich habe die Ursache des Wachstumszwanges der monetären Verschuldungen von der Abgabe, über die Vorfinanzierungsprobleme des Erhebenden Zwingherrn/Staates, bis zur Unfähigkeit der Untertanten/Steuerpflichtigen zur kontinuierlich Mehrabgabenleistungen, beschrieben. Und nicht nur ich, sondern zahlreiche Forenmitglieder zuvor und immer wieder. Das ganze als "nicht erklärt" abzustempeln, um daraus bloße Behauptungen zu machen ist eine Art, die auf ganz andere Probleme schließen lässt. Mehr dazu weiter unten.

Du lieferst dabei keinerlei Ansatz, wer denn nun systemisch gezwungen sein
müsste, seine Forderungen beständig zu erhöhen.

Wieder eine Lüge!

Wenn das aber doch
geschieht, dann deutet das zunächst nur auf eine Störung der monetären
Mechanik, welche prinzipiell auch zu beheben wäre.

Nein, das Vorfinanzierungs- und Nachschuldnerproblem ist aus den in diesem Forum dargestellten Gründen nicht zu beheben. Ich weiß, wie unsagbar schwer es ist, von der Verteidigung eines solchen Wunsches Abstand zu nehmen und in den Geschichtsschreibungen mehr als bloße Fehlplanungen zu sehen, die der heutige Mechaniker mit all seinen Werkzeugen zu verhindern wissen will.

Es waren in debitistischer Hinsicht keine Fehler, sondern Systeme, die funktionierten, bis sie nicht mehr funktionierten (debitistischer Abbruch, Vor- und Nachfinanzierungsproblematik).

Den daraus
abzuleitenden Anspruch möchte ich dann übrigens keines Falls durch eine
unausgegorene Schulden-Philosophie untergraben sehen.

Dann bist du hier höchstwahrscheinlich im richtigen Forum, würde ich mal einfach behaupten. Dies hier ist ein Debitistenforum, dass sich nur einem Anspruch verpflichtet fühlt: Keine Lösung für ein System zu bieten, dass als endlich programmiert wurde. Es ist wie mit dem ewigen Leben oder der lebenslangen Hoffnung, vor Krankheiten verschont zu bleiben. Alles eine Frage der Zeit, bis das Leben (System) endet. In keinster Weise philosophisch, sondern bittere Realität, die jede Minute bis zum letzten Termin kostbar macht. Ginge es hier um eine philosophischere Sicht, würde ich dir versuchen zu erklären, wie es ganz schnell dazu kommen kann, diese Kostbarkeit zu erkennen.

Seit ewigen Zeiten nagt der Zahn der Zeit an allem irdischen, und von
Beginn an kommt das Leben diesem Verlust durch Aktivitäten der
Reproduktion bei. In einer monetären Betrachtung entspricht der zu
erzielende Mehrwert dieser Reproduktion.

Nein, der Mehrwert (Überschuss) muss aus den beschriebenen Gründen steigen. Dem wirst du nicht zustimmen, denn das ist dein Weg. Ging mir auch damals so. Ich wollte mich mal zwischenzeitlich anmelden, weil ich die Texte der hier noch vertretenden Debitisten als abartig empfand, so tief saß die Doktrin der Universität, die ich besucht habe. Es war wohl ein Schicksalsschlag, der mir das Loslassen der gelehrten Beschränktheit ermöglichte. Als ich die monetäre Wirtschaft das erste mal ausschließlich als Schuld-Beziehung sah, dauerte es nicht lange, bis ich die Auswirkung des Zeitablaufes auf jede Form der Herrschaft und Abgabenforderung verstand. Es ist zuerst eine Qual, alles in Zeit, Terminen und Schuldbeziehungen zu denken. Das ist der eigentliche Grund aller Ablehnungen des Debitismus, niemand hat die Zeit, von seinen bisherigen Vorstellungen loszulassen und sie in einem größeren Kontext zu vervollständigen.

Ein monetärer Gewinn wird dabei
stets vom Einzelnen erwünscht, weshalb aber niemand darauf angewiesen ist.

Auf den Überschuss ist immer jemand angewiesen. Aber ich merke nach solchen Sätzen, dass mir einfach die Lust fehlt, immer und immer wieder auf den Anfang und Erhalt der Abgaben- und Steuersysteme zu verweisen. Bleib einfach noch eine weile in dem Glauben, dass niemand außer dir, auf deinen Gewinn angewiesen ist. Das ist eine sehr beruhigende Vorstellung und erspart dir lange Nächte und tagelange Grübelei in der Toskana oder sonst wo.

Herzlichste Grüße,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

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