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Jetzt lege ich euch mal aufs Kreuz. Watt is ene Sup - Prime - Dampfmaschine?

prinz_eisenherz, Dienstag, 04.03.2008, 06:11 (vor 6540 Tagen) @ DT

Hallo DT,
deinen Hinweis weiter unten, meine Betrachtungen zu dem was eine Immobilie als Wertanlage bedeutet, hier der Punkt Müll – Hypotheken, den habe ich natürlich aufgenommen aber auch so angedeutet, ein klassischer Kettenbrief, der dort in den USA mit Hilfe von Immobilenfinanzierungen losgetreten wurde, schlimm, aber „Im Westen nichts Neues“.

Jetzt stellen wie uns beide mal janz dumm und fragen uns watt ist das, diese Sub–Prime–Maschine? Ich jedenfalls mache es so, weil ich euren Irrungen und Wirrungen durch die Wirtschaftstheorie nicht folgen kann und folgen will.

Erst einmal ist festzustellen, das es keine seriöse Finanzierung war. Es war von Beginn an auf die Wertsteigerung der Immobilen angelegt, hochrechnet aus der Vergangenheit in die Zukunft. Ein Modell mit einem absehbaren Ende, denn Wertsteigerungen ohne Ende sind unmöglich, was jeder weiß, darum von Beginn an, ein durchsichtiger, ein eigentlich dummer Kettenbrief, bei dem die Auslöser dieses perfiden Spiels auch immer behaupten, das es unendlich weitergeht.

Das heißt im Klartext, bei den Immobilien ein ungewöhnlicher Vorgang, war an eine längerfristige Werthaltigkeit, ein Tilgen der Schulden zwischen den beide Beteiligten am Ort der Immobile, war niemals gedacht. Die Immobilien waren nur Mittel zum Zweck den Kettenbrief in Gang zu setzen.

Diese Schuldscheine wurden bündelweise an Banken, Versicherungen, Fonds und andere Geldsammelstellen in der Welt, in der Hauptsache nach Europa hin, angeboten, fein verpackt aber, das ist wichtig, nicht um eine schwach rentierliche, aber sichere Anlage zu verkaufen, was eine Immobile im Normalfall immer ist, sondern mit dem verlockenden Angebot, diese Schuldscheine gar nicht erst lange im Tresor aufzubewahren, sondern sie beim weiteren Wertzuwachs der Häuser und Grundstücke, die sich hinter den Schuldscheinen verbergen, diese Schuldscheine weiter zu verteilen. Sich eine große anderer Zahl an Anlegern zu suchen, die sich dann freuen sollten Immobilien in den USA auf diese bequeme Art und Weise zu erwerben, mit einem scheinbar unendlichen Wachstumspotential.

Der Verkaufspreis insgesamt und im Detail, am Ende beim kleinen Sparer angekommen, sollte dann ein vielfaches des Einkaufpreises einbringen. Das von Anfang an so angelegte betrügerische Spiel, beruhend auf den Wertsteigerungen der Immobile, die aber nicht unendlich sind, sondern ein Ende mit Schrecken haben. Das funktioniert dann rein mathematisch gesehen so:
http://www2.tu-berlin.de/www/software/hoax/amuesant/amuesant223.html

Soweit so ungeheuerlich.
Nun werden, als Beispiel, eine deutschen Bank, genauer deren Ableger in Nord Irland solche Kettenbriefanteile angeboten, mit der geschilderten verlockenden Möglichkeit, das nur genügen Blöde gefunden werden müssen, denen diese Anteile zu einem höheren Preis weiter zu verkaufen und schon hat man sehr erfolgreich spekuliert.

Wie nun wurden von der deutschen Bank diese Immobilienkredite bezahlt? Einige dieser Pakete müssen erheblich gewesen sein, einige Milliarden Euro. Wie hat die deutsche Bank diese Anteile bezahlt? Mit Bargeld? Dann jedoch wäre der Verlust schmerzlich, aber nur ein Familienunglück. Vermutlich haben alle Käufer dieser Müllscheine folgendes gemacht, was im übertragenen Sinne einen hochgefährlichen Handel an der Börse bedeutet, sie haben sich für den Kauf diese Anteile Geld an anderer Stelle geborgt, schon aus dem einfachen Grund, weil man soviel Bargeld gar nicht hatte und weil man Geld zu 3% borgen kann, mit der versprochenen Aussicht, die Müllkreditscheine mit einem Gewinn von 10% und mehr weiter zu verkaufen

Der Käufer ist dabei dann genau dann pleite, wenn er seine Anteile nicht mehr zu einem höheren Preis los wird, er seine Zinszahlungen für das aufgenommene Geld nicht bezahlen kann und er ist erst recht Pleite, wenn er die eigenen Schulden für den Kauf der Schuldscheine, an den Gläubiger nicht zurückbezahlen kann. Denn wenn er vorher schon kein Geld hatte die Anteile zu kaufen, dann reicht es zum Bezahlen der Schulden schon gar nicht. Das Spiel ist grundsätzlich aus, für alle die sich am Ende des Kettenbriefes befinden und auch erst viel zu spät bemerken das sie auf einen simplen Kettenbrief hereingefallen sind, unsere schlauen Alleswisser von den Banken.

Tja, so meine ich, so fing die Lawine an, langsam aber immer schneller, einmal losgesprengt, den Berg abwärts zu rutschen. Und bedauerlicherweise müssen die jeweiligen Opfer, die Sächsische Landesbank, außerstande ihre Schulden für den Ankauf der Hohlkredite zu bezahlen, die müssen dann leider Geld vom Staat erhalten, um zu überleben. Müssen sie das wirklich, überleben? Ich weiß es nicht.

Aber ob diese Zuschüsse bei den Banken im Amiland landen, warum sollten sie? Sie landen generell bei denen, die den Banken, Versicherungen und Fonds Geld für den Kauf der Immobilienanteile geliehen haben, aber das sind doch keine Amibanken. Nur, wer war es? Ich weiß es nicht.

So, das war eine kleiner Ausflug zur Dampfmaschine, wie die funktioniert. Ob unser Geld, wie manche behaupten, auch ein Kettenbrief ist, ich weiß es wieder nicht. Nach der hier im Forum vertretenden Geldentstehungstheorie ist es eher nicht so. Denn Geld wird hier durch Kredit, also Schulden kreiert, wird dafür gedruckt und ausgegeben und Schulden heißen deswegen Schulden, weil sie auch wieder zurückbezahlt werden müssen und schon ist das ausgegeben Geld wieder verschwunden. Ganz ehrlich, einen Kettenbrief kann ich bei der Art dieser Geldentstehung und -ausgabe nicht erkennen. Bei dem Durchreichen der faulen Hypothekenanteile schon. Aber nun gut, man kann ja nicht alles wissen und kapieren.

Nur eines geht mit nicht aus dem Kopf, so schlimm, mittelfristig gesehen, finde dieses Drama denn doch nicht und von einem Totalverlust, wie immer bei der Nennung der schlechten Kredite genannt, so sehe ich das auch nicht.

Denn immerhin, wer die Zahlungsforderungen für die abgewerteten Immobilen besitzt, ein Wertverlust im letzen Jahr von etwas mehr als 10%, der ist doch der Eigentümer dieser Immobile, wenn der Hauskäufer in den USA seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Was also hindert betroffene deutsche Banken daran, langsam aber sicher Teile dieser Immobilien in ihrem Besitz, diese in den USA zu verkaufen, oder ein wenig hin zu warten, denn genauso wie die an Wert verloren haben, ist doch nicht auszuschließen, das die auch wieder im Wert steigen. Und vielleicht sogar sehr stark im Wert steigen, denn verrückte Hauskäufer die wachsen immer wieder nach.

Und dann, wenn die Rennerei um Immobilen wieder losgeht, der Preis wieder deutlich anziehen, dann diese Immobilen zu verkaufen, könnte sogar noch im nachhinein ein glänzendes Geschäft werden. Der Gewinn wird natürlich wieder an den deutschen Steuerzahler zurück gegeben. Wer jetzt laut lacht, der kommt vors Kriegsgericht.

Für eine Handvoll Dollar würde ich den Inhabern diese Schuldscheine glatt ein paar davon abkaufen, somit stolzer Besitzer von Grund und Boden in den USA werden. Wenn hier in Europa die Schlacht um die Weltherrschaft beginnt – wo denn sonst? - dann fliege ich schnell zu meinen Häusern in den USA und quartiere mich dort solange ein, bis sich die Atomschwaden über Europa wieder verzogen haben und hole mir dann meine Goldbarren aus dem Garten. Ist alles nur ein Frage des Preises.
[[lach]]

bis denne
eisenherz

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  • Die Mehrwertsteuererhöhung geht für 5 Jahre praktisch komplett an die Amibanken (mT) - DT, 04.03.2008, 01:13 [*]
    • Sorry, aber ist das richtig? - weissgarnix, 04.03.2008, 01:45
      • Hallo wgn (mT) - DT, 04.03.2008, 02:03
        • ja, aber ... - weissgarnix, 04.03.2008, 02:47
    • Jetzt lege ich euch mal aufs Kreuz. Watt is ene Sup - Prime - Dampfmaschine? - prinz_eisenherz, 04.03.2008, 06:11
      • An Eisenherz wg. Warten auf Immos und Steigen (mT) - DT, 04.03.2008, 07:42
        • Dazu noch ein guter Link: The perfect storm von Jim Puplava (mL) - DT, 04.03.2008, 07:44
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