So war das aber nicht geplant, ich muss schwer nachfragen.
Hallo Dieter,
## Zahl der Erwerbstätigen: 2006 ca. 39,1 Mill in Gesamtd.##
Ich habe nicht ohne Grund das hier als Ausgangsthese für meine Rechnung gewählt: Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer im Dez. 2007 waren 27 Millionen Bürger. 40 Millionen Arbeitssuchende - 27 Millionen Beschäftigte = 13 Millionen Arbeitslose
Die Betonung liegt dabei auf Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer“. Was ich meine ist die altbekannte Logik, die von notwendig oder hinreichend oder beides, um zu einer wahren Aussage zu gelangen: Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer sind Erwerbstätige, keine Frage, aber sind Erwerbstätige auch sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer? Oder etwas mehr formelhaft geschrieben:
Wenn X (= Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer)gilt, dann ist er ein Y (= ein Beschäftigter).
Klar ist er das. Die Aussage ist trivial und richtig.
Aber wenn Y gilt, dann gilt auch X.
Diese Aussage ist genauso trivial, wie falsch.
Folgerung:
Erwerbtätiger zu sein ist hinreichend dafür in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis zu stehen, aber nicht notwendig. Also müssen wir beide versuchen unsere verschiedenen Zahlen zu untersuchen. Ich versuche es hiermit:
Nach deinen und meinen Zahlen zu urteilen stimmt dabei etwas nicht, denn meine Zahlen, die der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer, die habe ich mir vom statistischen Bundesamt besorgt.
Ich schließe aus meiner oben genannten Aussage, aus deinen 39,1 Millionen Erwerbstätigen und meinen 27 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer - immerhin eine Lücke von nicht weniger als 12 Millionen Menschen - das es einen wichtigen Unterschied gibt, der beachtet werden muss, und auch darauf wollte ich eigentlich hinaus. Die Menge der Beschäftigten schließt die Menge der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer mit ein, aber sie enthält noch viel mehr an Elementen. Wer könnte das sein?
Da die Differenz von 12 Millionen Menschen augenfällig keiner Arbeit mit Sozialabgaben nachgehen, können es nur die gering Verdienenden sein. Also derjenigen, die zwar beschäftigt sind, aber so wenig verdienen, das sie keine Sozialabgaben bezahlen brauchen. Die Frage ist hierbei, wo liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei der Höhe des Gehaltes für diese fast 12 Millionen Menschen und ist es mit diesem Lohn möglich einigermaßen über die alltäglichen Runden zu kommen? Oder verstecken sich in deinen Zahlen auch die geschätzten Beschäftigten für die Schwarzarbeit? Wie will man da die Zahlen kennen und Arbeit im Sinne von brauchbaren Einschätzungen, das sind diese Arbeitsverhältnisse wohl kaum.
Zusammenfassung:
40 Millionen arbeitsfähige Bürger oder milder, alle die, die sich als arbeitswillig melden zu beschäftigen, das kann gelinden, staatlich organisiert. Menschen die sonst zu Hause auf gar keine, auf dumme oder auf geniale aber gefährliche Gedanken kommen, die mit Angeboten, mit Zwangsmaßnahmen für eine Beschäftigung zu veranlassen, das ist das Gebot der Stunde, ABM a la DDR, aber muss bezahlt werden von denen die Arbeit haben. Die traditionellen, schon versuchten Modelle, wie Autobahnen bauen, Eisenbahnschienen für den Transport von Panzern zu verlegen, die sind aktuell nicht angesagt.
Also was bleibt? Es bleibt viel Beschäftigung bereit zu stellen, jedoch immer weniger Arbeit. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, mir irgendwelche idiotischen Beschäftigungen für viele Menschen auszudenken, sie aus ihrem Bau zu zwingen, wie den Grunewald komplett abholzen und danach wieder aufzuforsten oder vergleichbare Scherze, dabei sind mir die bekannten Gutmenschenpolitiker meilenweit überlegen.
Für Beschäftigung zu sorgen, dabei jedoch die Notwendigkeit außer acht zu lassen, drei Werktätige an einem Arbeitsplatz, wo einer genügt hätte, das war übrigens die soziale Errungenschaft der DDR, mit der Folge, wie es immer kommt, gut gemeint endet meistens im Untergang. Kann aber auch sein, das die ihrer Zeit nur ein halbes Jahrhundert voraus waren. Ist möglich.
Alle Leute sind beschäftigt, aber haben die auch Arbeit? Das ist hier die Frage.
bis denne
eisenherz
gesamter Thread:
- Warum gibt es bloss so wenige Arbeitslose, keine Ironie! -
pluschmouse,
30.03.2008, 04:00
- selten mitgezählt werden - GutWetterTrader, 30.03.2008, 04:18
- Staatsdiener, und 13% sind es ja schon - Burning_Heart, 30.03.2008, 05:58
- Dabei sollte man immer eine Gedankenfalle beachten. Mal vom Hauptweg weg. -
prinz_eisenherz,
30.03.2008, 06:00
- ein paar Zahlen dazu -
dieter,
30.03.2008, 07:39
- geschönt!! -
cassi,
30.03.2008, 08:02
- vergiß es - dieter, 30.03.2008, 08:30
- und trotzdem wird viel weniger gearbeitet -
dieter,
30.03.2008, 08:09
- War das nicht... - cassi, 30.03.2008, 08:30
- Und hier die offizielle Statistik, Destatis hilft weiter -
Mephistopheles,
30.03.2008, 11:14
- hier die Daten etwas genauer -
dieter,
30.03.2008, 11:28
- Statistisches Taschenbuch wimmelt von Fehlern, einfach mal nachgerechnet! -
Taxass,
30.03.2008, 16:25
- die nehmen eine unbekannte Basis - dieter, 31.03.2008, 00:44
- Statistisches Taschenbuch wimmelt von Fehlern, einfach mal nachgerechnet! -
Taxass,
30.03.2008, 16:25
- hier die Daten etwas genauer -
dieter,
30.03.2008, 11:28
- Faulheit? -
fridolin,
30.03.2008, 12:25
- Generationen-Gerechtigkeit - dieter, 30.03.2008, 13:57
- So war das aber nicht geplant, ich muss schwer nachfragen. -
prinz_eisenherz,
30.03.2008, 10:32
- @Prinz: Du bringst mal wieder alles durcheinander -
Mephistopheles,
30.03.2008, 11:39
- Beamte arbeiten wiklich nicht, die verzehren sich bei ihrem DIENST für den Bürger - prinz_eisenherz, 30.03.2008, 12:26
- sogar ich zähle dazu - dieter, 30.03.2008, 12:02
- @Prinz: Du bringst mal wieder alles durcheinander -
Mephistopheles,
30.03.2008, 11:39
- geschönt!! -
cassi,
30.03.2008, 08:02
- ein paar Zahlen dazu -
dieter,
30.03.2008, 07:39
- ... weil nur Arbeit Mehrwert erzeugt -
Melethron,
30.03.2008, 06:05
- Frage: Wie schaffen es Otto Walkes, Udo Lndenberg einen Mehrwert zu erzeugen? (oT)
-
prinz_eisenherz,
30.03.2008, 06:11
- Tun sie doch garnicht, aber ein Teil des erwirtschafteten Mehrwerts landet eben bei ihnen.... (mT) -
Melethron,
30.03.2008, 06:40
- Dann folgt daraus, das sie auch nicht arbeiten, aber was machen die dann? (oT)
-
prinz_eisenherz,
30.03.2008, 07:10
- Stichwort: konkrete Arbeit -
Melethron,
30.03.2008, 08:56
- Was ist mit einer Mutter, mit einem konkreten Kind, mit der Kindererziehung, arbeitet die konkret oder hat die Spaß? (oT)
-
prinz_eisenherz,
30.03.2008, 12:40
- das is dann zwar konkrete arbeit, aber keine abstrakte arbeit da eben nicht bezahlt....also das genaue gegenteil ;) (oT)
-
Melethron,
30.03.2008, 13:03
- das is dann zwar konkrete arbeit, aber keine abstrakte arbeit da eben nicht bezahlt....also das genaue gegenteil ;) (oT)
- Was ist mit einer Mutter, mit einem konkreten Kind, mit der Kindererziehung, arbeitet die konkret oder hat die Spaß? (oT)
- Stichwort: konkrete Arbeit -
Melethron,
30.03.2008, 08:56
- Dann folgt daraus, das sie auch nicht arbeiten, aber was machen die dann? (oT)
- Tun sie doch garnicht, aber ein Teil des erwirtschafteten Mehrwerts landet eben bei ihnen.... (mT) -
Melethron,
30.03.2008, 06:40
- Frage: Wie schaffen es Otto Walkes, Udo Lndenberg einen Mehrwert zu erzeugen? (oT)
- Sehr gute Frage! - sensortimecom, 30.03.2008, 07:24
- Nu kommt der fränkische Müllermeister und behauptet "Vollbeschäftigung" ist machbar -
Jermak,
30.03.2008, 12:08
- Wenn die Nachfrage nach Arbeit auf Null sinkt, dann gibt es Vollbeschäftigung. (oT)
-
prinz_eisenherz,
30.03.2008, 12:43
- Errinnert mich an irgendwas. Hmm, Wirtschaftskrise und einer der Vollbeschäftigung verspricht... (oT)
-
Melethron,
30.03.2008, 13:25
- Wenn die Nachfrage nach Arbeit auf Null sinkt, dann gibt es Vollbeschäftigung. (oT)
- Ganz Grundsätzlich - chiron, 30.03.2008, 14:54
