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Der Ball ist rund

Miesespeter @, Freitag, 25.01.2008, 03:33 (vor 6576 Tagen) @ DerBerliner

Nach rund 10 Jahren Erfahrung als kl. Unternehmer in Ost-Europa weiß ich
aus eigener leidvoller Erfahrung:
- Wesentlich größerer, fast permanenter "Führungs-Bedarf" (freundlich für
Kontrolle und in den...treten)
- Kaum Entscheidungs-Fähigkeit / -Willigkeit selbst in Kleinigkeiten
(permanent: "Chef, entscheide")
- Selten der Wunsch, sich zu verbessern
- Sehr selten der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen
- Sehr geringe Kreatiität
- Erwartung einer eher autoritäten Führung
- Regeln (Bereich Ingenieur-Technik, Systematik etc) werden nur bei
permanenter Kontrolle eingehalten
- Praktisch kein Stolz an der eigenen Arbeit, wie ich es aus D.A.CH. aber
auch UK her kenne

Kann ich teilweise bestaetigen. Geschichtlich bedingt ist die Mentalitaet auf ein extrem hierarchistisches System trainiert. Das geht teilweise wirklich ins Groteske: so rief ich einmal bei einem groesseren Unternehmen (AG, 2500 Mitarbeiter) an und verlangte die Vertriebsabteilung fuer ein paar einfache Produktinformationen. Antwort der Telefonistin: Da kann ihnen die Vertriebsabteilung auch nicht weiterhelfen, da mussen sie schon mit dem Vostandsvorsitzenden sprechen......das dies nicht sehr effizient ist, leigt auf der Hand....(der Vorstandsvorsitzende trank dann bereits morgends um 11 seinen Whisky, ich kann ihn verstehen...)

Aber: Fuerhrungskraeftemangel bedeutet nicht voellige Absenz, und auch in Osteuropa ist man lernfaehig. Es gibt dort mittlerweile genuegend Unternehmen mit funktionierender Organisationsstruktur, die muessen ja irgendetwas richtig gemacht haben.


Für das Fließband mag all das keine große Rolle spielen.

Kann ich bestaetigen.


Ich bin im High-Tech Bereich (Software) tätig, hatte/habe also eher die
Elite, Brainworker, keine "Arbeiter". Und ich war/bin in Ländern, die dem
Westen wesentlich näher sind als Rumänien. Eine italienische Freundin bei
Boss in der Qualitätskontrolle hat in Rumänien identische Erfahrungen
gemacht.

Dennoch hat es sich bei früher 25-30%, heute ca. 50% der deutscher Kosten
gelohnt, aber nur weil ich vor Ort war mit einer auf mich fixierten,
sternförmigen und damit in der Größe begrenzten Führungsstruktur. Von den
Steuern mal ganz abgesehen.

Ich kenne selbst mehrere Unternehmer im Softwarebereich mit aehnlichem Profil. Fast allen geht es aehnlich. Einem jedoch umgekehrt: dort bauen die rumaenischen Mitarbeiter die deutsche Niederlassung - erfolgreich - auf.

Mein Fazit: Fuerhungskraefte und eigenverantwortliche Cracks sind rar in Osteuropa. Daher haben sie viele Optionen. Es ist zunaechst ein verbreiteter Irrglauben, dass man diese Gruppe schlechter bezahlen kann als in Deutschland.

Eigenverantwortung und permanente Verbesserung muss auch eingefordert werden. Fuer gewoehnlich werden aus einer Gruppe von 5 wahrscheinlich 4 den Sprung nicht schaffen. Wenn man nun aus Alltagssorgen deswegen das Organisationsmodell auf Command&Controll stellt, ist das Spiel verloren. Es verlaesst genau der eine gesuchte Mitarbeiter das Unternehmen, und man verbleibt mit den unselbsstaendigen Kandidaten forever. Auf der anderen Seite: wenn man die Leute zur Selbsstaendigkeit zwingt, fallen die falschen 4 schnell durch die Maschen, und muessen ersetzt werden. Aus den neuen 4 bleibt dann vielleicht wieder ein Mitarbeiter uebrig. Und wie gesagt: die richtig guten Leute erwarten Incentives auf internationalem Niveau.

Der Aufwand, ein funktionierendes Organisationsmodell in Osteuropa zu entwickeln, ist jedoch ungeliech hoeher als zB in Deutschland. Daher denke ich, dass bei Verlagerungen ueber das Lohnniveau herausgehende Motive vorliegen. Sonst tut sich das keiner an.


Allerdings werde ich mir nach der anstehenden Expansion wieder
selbständige Mitarbeiter bzw. Führungskräfte mit viel Erfahrung und
Kreativität in D. oder A. oder UK suchen, die über Internet die
"Codier-Knechte" im Osten führen.

Viel Glueck!


Ich denke, die Gründe sind nur zu 1/3 post-sozialistische Sozialisierung,
aber zu 2/3 in Volk und Kultur liegende Ureigenschaft (Volks-Seele).

Im Prinzip denke ich das auch, allerdings in umgekehrter Gewichtung. Fuer Unternehmer und Manager ist jedoch wichtig, sich ueber eines im Klaren zu seein: Ein Fussballtrainer muss das Spiel seiner Mannschaft am vorhandenen Spielermaterial ausmachen, nicht an seiner Lieblingsphilosophie. Gleichzeitig muss er nateurlich versuchen, von Punkt A zu Punkt B zu kommen. Genauso muss auch ein Unternehmer die Ausgangsfaktoren ohne Illusionen wahrnehmen und sein Organisationsmodell an den Leuten ausrichten, die sich in seiner Organisation befinden, und nicht versuchen, ein vorgefertigtes Organisationsmodell zu implementieren. Das kann nur m.E. nur McDonalds.


Auch wenn man uns anerzogen hat, nicht so zu denken: Wir Deutschen haben
da unsere großen Qualitäten in der Mentalität (UK ebenso). Würde man die
mit der Kreativität und Eleganz der Italiener und Franzosen mischen, bei
den relativen Freiheiten und niedrigen Steuern der Visegrad-Staaten, dann
wäre diese Kombination unschlagbar.

Zustimmung: Die Deutschen haben als Wirtschaftssubjekte ihre eigenen herausragenden Qualitaeten. Auf diese sollten sie bauen. Und sich ebenfalls permanent zu verbessern versuchen. Dann braucht man sich keine Sorgen zu machen, wenn low-added-value Jobs wie Bekleidungskonfektion oder Elektromontage abwandern, weil man im high-value-added sehr erfolgreich sein kann.

Hier waere dann auch ein Punkt, um die Migrationsdebatte zu fuehren: koennen die Immigranten, die Deutschland bisher anzieht, in einer solchen Gesellschaft ueberhaupt mithalten?

--
Everything is ok

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            • @Wheely - hast recht ... - weissgarnix, 25.01.2008, 02:58
            • @wheely: sehe ich ganz genau so - Nachfrager, 25.01.2008, 03:15
            • @weissgarnix - Roma sind keine "Arbeiter" .- wheely... - nereus, 25.01.2008, 03:22
              • @nereus - Roma sind keine "Arbeiter" .- wheely... - weissgarnix, 25.01.2008, 04:23
                • Roma sind keine "Arbeiter" .- weissgarnix - nereus, 25.01.2008, 05:08
                  • schöner Konter! - wheely, 25.01.2008, 07:42
          • Überheblichkeit des "etablierten" Deutschlands, Was für ein Blödsinn. - prinz_eisenherz, 25.01.2008, 03:06
            • Was für ein Blödsinn / zu einseitig - Miesespeter, 25.01.2008, 03:54
              • Zu einseitig? Zu milde, ich kann es auch genauer, bitte sehr! - prinz_eisenherz, 25.01.2008, 04:47
                • Zu einseitig? Ja, so scheint mir die Kritik - Miesespeter, 25.01.2008, 05:14
            • @Prinz Was für ein Blödsinn. - weissgarnix, 25.01.2008, 04:42
              • Noch quätscher, wer hat den hier von zunehmend hysterische Überheblichkeit des "etablierten" Deutschlands gefaselt... - prinz_eisenherz, 25.01.2008, 05:03
    • Frechheit. Das könnte sie nicht einmal hier in Österreich machen. - sensortimecom, 25.01.2008, 01:54
    • Meine Erfahrungen mit Mitarbeitern in Osteuropa: Deutlich geringere Selbständigkeit - DerBerliner, 25.01.2008, 02:01
      • Defacto ... - weissgarnix, 25.01.2008, 02:33
      • Der Ball ist rund - Miesespeter, 25.01.2008, 03:33
        • Migranten sollen nicht mithalten, sie sollen für das Chaos welches das Ordo herbeiführt sorgen! (oT) [ [ kein Text ] ] - Wikinger, 25.01.2008, 09:43
          • Exakt, weil Morgenthau II, denn sonst... - DerBerliner, 25.01.2008, 09:50
      • Meine Erfahrungen mit Mitarbeitern in Osteuropa: Deutlich geringere Selbständigkeit - yoyo, 25.01.2008, 03:34
        • "Manager" ist eine schlimme Beleidigung für einen Unternehmer - DerBerliner, 25.01.2008, 03:48
          • "Manager" ist eine schlimme Beleidigung für einen Unternehmer - yoyo, 25.01.2008, 04:34
            • "Manager" ist eine schlimme Beleidigung für einen Unternehmer - DerBerliner, 25.01.2008, 04:57
          • Du bist mir sympathisch!! - Shakur, 25.01.2008, 07:03
            • Du bist mir sympathisch!! - DerBerliner, 25.01.2008, 07:24
              • Jetzt hab ich doch glatt 2 Tage Sperre verdient... - DerBerliner, 25.01.2008, 07:26
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