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Was zu sterben verlangt, das sollte man nicht länger künstlich ernähren

prinz_eisenherz, Donnerstag, 31.01.2008, 07:32 (vor 6569 Tagen) @ Albert

Hallo Albert,
die eigentliche Antwort auf die Entartungen des Kapitalismus liefert dieser selbst.

Eine Antwort, die auch ganz leise und verschämt in den Ansichten zur aktuellen Sackgasse in wenigen Börsenbriefen anklingt. Die Firmen, in der Hauptsache die Banken, die sich als unangepasst erwiesen haben sich im Kreislauf des Kapitalismus zu behaupten, sie sind zu groß geworden, tragen zuviel fehlerbehaftete Inzuchtkrankheiten in sich, werden immer wieder, immer schneller, immer öfter auf die Krankenstation geschickt, schnell von Ungeziefer befallen und brauchen Schmerz- und Stärkungsmittel, sie sind, kurz Mesagt, lebensuntüchtig geworden, so wie Kranke mit einer Abwehrschwäche, die nur noch unter einer künstlichen, keimfreien Umgebung leben können.

Diese Gebilde im Kapitalismus muss man das machen lassen, ungehindert, was sie ohnehin deutlich verlangen, lasst sie in Ruhe krepieren, die Banken und die sonstigen Beteiligten im Geldwesen mit seinen Grenzbereichen.

So sehr wie ich mich selber dagegen sträube, aber je älter ich werde, desto mehr ordne ich einem richtigen Kapitalismus, der sich auf seine Art über die Menschheitsgeschichte betrachtet, immer Platz verschafft hat, den elementaren Regeln der Natur unter. Er ist vielleicht sogar auf seine Art ein menschliches Konstrukt, zu dem die menschlichen Gesellschaften offen oder verdeckt immer hinstreben. Welches genau aus den bekannten Spielregeln der Natur um uns herum, die alle Menschen in sich tragen, entsprungen ist, der zu uns Menschen passt, und somit muss der menschliche Verstand auch diesen Prozess loslassen können, wenn sich einige Säbelzahntiger des Kapitalismus aufgrund ihrer überdimensionale Stoßzähne nicht mehr selbst ernähren können, die müssen verhungern und sterben.

Und neben vielen anderen Regelmechanismen der Natur (Territorium, Eigentum, Vorratshaltung, sichere Wohnung, Gold horten[[zwinker]]), die überall wirken, wenn man sie lässt, so gehört dort ganz selbstverständlich neben dem geboren werden, der nachfolgenden Lebensblüte, auch das Sterben dazu. Nur aus dem Sterben wächst neues Leben, werden die Lebensuntüchtigen ausgesondert, die Erbkranken können sich nicht mehr reproduzieren. Die zu Großen sterben an ihrer eigenen Größe und vieles andere mehr.Je länger die Verantwortlichen damit warten, desto schlimmer wird es, denn die augenblickliche Krankheit des Kapitalismus ist schwer ansteckend.

Schlussfolgerung:
Last sterben, was ohnehin nicht mehr aus sich heraus zum Leben fähig ist, dazu zählen die Bankenmonster, das gesamte Gestrüpp der unüberschaubaren Geldkreisläufe, die schon lange keinen praktischen Nutzen mehr verkörpern, sondern im Tanz mit sich selbst sich gefallen. Lass diejenigen die eigentliche Pleite sind, die unheilbar krank sind, lasst sie sterben und päppelt sie nicht jedes Mal mit welchen Hilfsmaßnahmen des Staates auch immer wieder auf. Nehmt die Herz - Lungenmaschinen - von denen ab und ihr werden sehen, aus den Resten der Leichen wird neues Leben erwachsen. Das ist der Kapitalismus wir er leibt und lebt und wie er wirklich funktioniert. Er lebt nicht ewig, aber er lebt über das „Leben und das Sterben“ länger als es manche glauben.

bis denne
eisenherz

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