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Victor Navasky stellt klar:

Leserzuschrift @, Samstag, 06.08.2011, 20:52 (vor 5324 Tagen) @ Leserzuschrift

Die vermuteten Zusammenhänge klären sich nach und nach auf.
Inzwischen habe ich auch das Buch „Bericht aus Iron Mountain“ vom Kopp-Verlag vorliegen.

Aufschlussreich und klarstellend ist das mehrseitige Vorwort von Victor Navasky über die Umstände der
Entstehung und der Geschichte des Mountain-Reports.
Navasky war Anfang der 60er des vergangenen Jh. Redakteur und Herausgeber eines politischen Satiremagazins
mit dem Namen Monocle, das an der juristischen Fakultät der Universtät Yale entstanden war.

Die Idee wurde geboren, als im Jahre 1966 in den Kurznachrichten der New York Times berichtet wurde, das die
Aktienmärkte wegen „Friedensangst“ auf Talfahrt waren.
Problematisch, aber letztendlich entscheidend war für die Macher, dass der Chefradakteur vom Dial Press Verlag
auch bei seinen Büchern davon ausging, dass Fiktion ein Weg zu tieferer Wahrheit sein kann als Sachliteratur.
Das Leonard C. Lewin Experte auf dem Gebiet der politischen Satire war, der sich leidenschaftlich für Fragen
von Krieg und Frieden engagierte und als ein erfahrener Beobachter galt, war schließlich für seine Wahl als
Autor ausschlaggebend.
Verlag, Chefredaktion und Monocle schlossen schließlich einen Vertrag, in dem vorgesehen war, niemanden
weiter einzuweihen, auch ihre Vertreter nicht. So ließ sich der Schwindel relativ lange Zeit unter der Decke
halten. Vielleicht wäre es auch noch über 1972 hinaus geglückt.

Notwendig war wohl, dass diese Geschichte nur dann plausibel werden konnte, wenn die Legende den Tatsachen
entsprach – also der Bericht tatsächlich nichtöffentlich war, oder zumindest so aussah.
Arthur Waskow (Institut for Policy Studies Washington), W.H. Ferry (Zentrum für die Erforschung
demokratischer Instutionen Santa Barbara) John Kenneth Galbraith (Botschafter unter J.F.Kennedy in Indien,
Universität Harvard) und eine Gruppe von Monocle-Praktikanten hatte zu dem auch den Sprachstil der
Denkfabriken nachgeahmt und auch das Wirrwarr in einer Unmenge von Fußnoten in ihren Stil übernommen.
Dabei waren fast alle Fußnoten (bis auf zwei) real. Diese dienten schließlich der Absicherung für den Fall, dass
wirklich jemand auf die Idee käme, den Schwindel aufdecken zu wollen. Interessanter Weise hielten zahlreiche
Personen, vor allem aus Regierungskreisen und solche die mit Stil und Ausdrucksweise der Bürokratie vertraut
waren, den Bericht für authentisch. Damit sollte zunächst mal feststehen, dass der Report echt ist.
Fiktiv ist jedoch Ablauf und Inhalt. Ich merke hier an, Satire und Witz sind unterschiedliche Genres.
1972 enttarnte sich Lewin als der tatsächliche Verfasser des Berichtes. Im New York Times Book Review
räumte er ein, den Schwindel der fingierten Urheberschaft als die beste Möglichkeit Aufmerksamkeit für das
Buch und die ihm zugrunde liegende Botschaft zu gewinnen.

Navaski kommt zu dem Schluss:
„ Lewins gelungene Parodie der Sprach – und Denkweise der Denkfabriken mit ihrer schwerfälligen Objektivität
und ihrer scheinbar wertfreien Herangehensweise an Probleme mit hoher moralischer Tragweite unterstreicht
den Aberwitz, eine gemäßigte Rede mit Glaubwürdigkeit zu verwechseln und so genannter Wertneutralität einen
unantastbaren Stellenwert in der öffentlichen Diskussion zuzuweisen. …
Der Bericht stellt zu dem die ewige Frage, wann Satire die Wirklichkeit übertrifft. …
Letztlich stellt die Tatsache, dass die ultrarechten Verschwörungstheoretiker, die sich in ihre Paranoia
hinsichtlich des Machtmissbrauchs und der Geheimniskrämerei der Regierung bestärkt sehen, Lewins
Gedankenspiele ebenso ernst nehmen, wie die Denkfabriken selbst, die besorgniserregendste Konsequenz dar…

Victor Navaski warnt jedoch:
„ Aber es könnte sich als traurige Wahrheit erweisen, dass die jargonhafte Prosa, das Denken in „Worst-Case“-
Szenarien und die militärisch überfrachteten Grundannahmen, die Lewin so kunstvoll beherrschte, auch heute
noch ihre Gültigkeit haben. Sollte das wahr sein, dann sind es nicht die Michigan Milizen oder andere Milizen,
über die man lachen sollte, es sind wir anderen und dann ist es nicht mehr so lustig.“

Ich gehe an dieser Stelle mit Prof. John Kenneth Galbraith auf dem Rücktitel des Buches völlig konform:
„Genauso wie ich mit meiner persönlichen Reputation für die Echtheit dieses Dokuments einstehe, genauso
bekräftige ich die Gültigkeit der Schlussfolgerungen. Meine Vorbehalte beziehen sich lediglich auf die Weisheit
der Entscheidung, dieses Dokument einer offensichtlich unvorbereiteten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

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  • Wer waren die Unterzeichner des gefälschten Weltklimaberichtes? - goldolymp, 03.08.2011, 18:09 [*]
    • Korrigierter Link zum Artikel "Wer waren die Unterzeichner des gefälschten Weltklimaberichtes?"... - HW71, 03.08.2011, 18:58
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      • Wurde das Buch überhaupt zum angegebenen Zeitpunkt geschrieben? - Lex Mercatoria, 05.08.2011, 23:47
        • Das Buch - @Lex - Leserzuschrift, 06.08.2011, 20:50
          • Victor Navasky stellt klar: - Leserzuschrift, 06.08.2011, 20:52
            • Super - herzlichen Dank für Deine Mühen! - Lex Mercatoria, 07.08.2011, 00:15
          • ISBN - Romeo, 06.08.2011, 21:12
        • Deutsche Nationalbibliothek - Orlando, 07.08.2011, 05:53
          • Die Pflichtablieferungsverordnung der Deutschen Nationalbibliothek - Lex Mercatoria, 07.08.2011, 12:26
            • Nur zur Ergänzung - Orlando, 07.08.2011, 14:48
              • Danke - und noch eine Frage zur "grauen Literatur" - Lex Mercatoria, 07.08.2011, 17:31
                • Sorry, da muß ich passen. (oT) [ [ kein Text ] ] - Orlando, 07.08.2011, 19:58
          • Nach nochmaliger Recherche - bisherige Aussagen müssen leider relativiert werden! - Lex Mercatoria, 08.08.2011, 20:16

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