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weitere Erläuterungen zum Zentralbankbankrott

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 29.10.2009, 11:20 (vor 5908 Tagen) @ tar

Hallo,

"Gelöst" haben die USA das Problem durch Aufhebung der Umtauschpflicht

in

USD.

Das war ein einzigartiger Vorgang, ein einseitiger Eingriff in laufende
Verträge, der niemals bestraft worden ist.


Ja - wie sind die eigentlich übereingekommen - hatte de Gaulle kein
Druckmittel und sich einfach abwatschen lassen - oder hatte man dadurch den
Vietnamkrieg aufgeschoben oder dgl.?

Den letzten beißen die Hunde: De Gaulle hat für seine Dollar noch Gold bekommen und war damit aus dem Schneider. De Gaulle hat als letzter die Umtauschregelung in Anspruch genommen. Zum Vietnamkrieg kann ich nichts sagen.

In der Finanzkrise gerieten die zahlreichen SPV's plötzlich in eine
Vertrauenskrise und hatten ein Refinanzierungsproblem, weil ihnen

keiner

mehr USD zur Verfügung stellen wollte. [/i]


SPV oder
SPV?

Sind damit Zweckgesellschaften gemeint?

Ja. Entschuldigung.


Sie gerieten doch in eine Vertrauenskrise, weil die Forderungen (wohl
CDOs?), die sie ankauften oder die die Banken auslagerten, sich als Schrott
herausstellten, nicht wahr?

Es waren auch CDOs aber auch andere Verpackungsformen, ich glaube, es war nicht alles tranchiert.


Was heißt das eigentlich:

"Zweckgesellschaften werden für verschiedene Zwecke eingesetzt,
insbesondere aber für strukturierte Finanzierungen. So soll ein Zugriff
finanzierender Gläubiger auf Vermögenswerte des Investors vermieden
werden
(sogenannte "non-" oder "limited recourse-Finanzierungen") und
der Finanzierungsgegenstand gegen Insolvenzrisiken aus der Sphäre des
Investors abgeschirmt werden (bankruptcy-remote). In diesen Fällen werden
Zweckgesellschaften in der Regel in der Rechtsform der GmbH bzw. einer
ähnlichen im jeweiligen Staat üblichen Form gegründet."

Ich weiß es auch nicht. Klingt ziemlich wirr.
Zweckgesellschaften sind nach meiner Auffassung einfach nur Vehikel der Kreditrisikoabschirmung.
Eine Zweckgesellschaft refinanziert sich durch Anleihen, investiert in irgendetwas und ihr einziger Zweck besteht darin, die Erlöse der Investition an die Gläubiger weiterzuleiten.

Minderwertige Assets schädigen die Gläubiger, geht der Initiator der Zweckgesellschaft pleite, sind die Assets der Zweckgesellschaft der Konkursmasse des Initiators entzogen: Die Assets der Zweckgesellschaft kommen immer nur den Gläubigern zugute.

Sind Gläubiger und Investoren nicht identisch? [[hae]]

Das verstehe ich auch nicht! Ich weiß nicht, warum da unterschieden wird!

Die SPV's nahmen die Refinanzierungsgarantien der "Sponsorbanken" in
Anspruch. Die SPV besaßen USD-Schrott-Assets und hatten sich in USD
refinanziert.


Mh, d.h. die Banken lagerten die von der FED zur Verfügung gestellte Refi
ebenfalls aus?

Nö, die Refi kam von Investoren.

Wozu? Wieso hat man die SPV nicht baden gehen lassen - die
waren doch extra geschaffen worden, um Risiken auszulagern?

Deswegen, weil die Banken mit Refinanzierungsgarantien an die Zweckgesellschaften die eigentliche Funktion der Zweckgesellschaften, die Risikoabschirmung, aufgehoben hatten. Die Risiken lagen in Wirklichkeit wegen der ausgesprochenen Garantien bei den Banken.


Oder standen bei den Banken entsprechende Forderungen an die SPVs in den
Bilanzen, die man nicht einfach abschreiben konnte?

Nach Inanspruchnahme der Refinanzierungsgarantien verfügten die Banken über Forderungen an die Zweckgesellschaften. Diese waren aber auch nur so wertvoll wie die Assets der Zweckgesellschaften.

Plötzlich mußten europäische Banken für ihre SPV's USD ankaufen,

weil

ihnen der Kreditzugang zu USD versperrt war. Sie konnten aber EUR bei

der

EZB leihen und diese dann in USD tauschen.


Wieso reichte es nicht, sich in Euro zu refinanzieren? Wozu die Dollar?

Das Ergebnis war ein Gemetzel am Devisenmarkt: Der EUR fiel von 1,60

USD

auf 1,25 USD von Juli 2008 bis Oktober 2008.


Ja, wieso musste man umtauschen?

Es wurden USD benötigt, weil die kurzlaufenden Refinanzierungstitel der Zweckgesellschaften auf USD lauteten. Die Garantie der Banken beinhaltete jeweils einen Betrag x in der Währung USD. Die Garantie wurden dann in Anspruch genommen, und die Banken mußten USD auf den Tisch legen.

Die Banken haben die aufgenommenen Euros in Dollar getauscht. Daher der enorme Aufwärtsdruck auf den Dollar in der kurzen Zeit.

Diese plötzliche Kursänderung war den Notenbanken ein Dorn im Auge.

Die

Fed stellte der EZB und anderen Notenbanken USD zur Verfügung, als
Sicherheit mußte die EZB Euros abdrücken.

[link=http://]http://www.voxeu.org/index.php?q=node/4084[/link]

Das Instrument, dessen sich die Fed und die EZB bedienten, nennt sich
Basisswap. Die EZB gab EUR an die Fed und erhielt im Gegenzug USD von

der

Fed. Die EZB zahlt nun regelmäßig Libor-Zinsen an die Fed und die Fed
zahlt regelmäßig Euribor-Zinsen an die EZB.


Also ein Verlustgeschäft für die EZB?

Wahrscheinlich nicht, denn sie hat die Basisswaps vermutlich nur an die Banken weitergereicht. Für die Banken war es ein teurer Spaß, je nach Abschluß der Basisswaps kostete die USD-Liquidität die Banken Libor + 150 bp.

Gut, wieso aber gibt es ein USD-Refinanzierungsproblem für EU-Banken?

Sie bekamen in der Krise keinen Kredit mehr in USD.

Die Fed könnte es sich erlauben, die Euros bei der EZB auf dem

Girokonto

verzinslich stehen zu lassen.

Damit ist die Rückzahlung der Euros durch die Fed an die EZB
gewährleistet.
Die EZB hat nun das Risiko: Sie muß die von der Fed erhalten USD an
die unter ihrer Obhut stehenden Banken aus dem EUR-Raum verleihen.

Ob

diese die USD irgendwann zurückzahlen ist nicht sicher.


Wieso nicht EUR?

Verstehe ich nicht.

Bei Fälligkeit des Swaps muß die EZB USD liefern, ein knappes Gut

(keine

Ironie), weil die EZB USD nicht drucken kann wie Euros.


Ergo besteht hier die Pleitegefahr für die EZB, nicht wahr?

Ja, vom Prinzip her. Ist natürlich alles eine Frage der Größenordnung.
Aber ich wollte dieses "Paradoxon" hier mal ansprechen.


Gruß!

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

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  • Kann eine Zentralbank Bankrott gehen? - RogRog, 26.10.2009, 16:58 [*]
    • Eigenkapitalfiktion der Notenbank - Miesespeter, 26.10.2009, 19:02
      • Fiat-Money? - RogRog, 26.10.2009, 19:20
        • Antwort also: Nein - Miesespeter, 26.10.2009, 19:53
          • Zustimmung - weissgarnix, 27.10.2009, 09:31
            • Und Hardy grinst jetzt sicherlich sehr breit ;-) - Tassie Devil, 31.10.2009, 14:53
          • Ich fasse zusammen: - RogRog, 27.10.2009, 10:18
            • Richtig.; auch meine Meinung - Todd, 27.10.2009, 11:23
            • Passiert ja auch schon - weissgarnix, 27.10.2009, 12:38
            • Böse Zentralbanker? - RogRog, 27.10.2009, 22:43
              • Nein - boese Staatsmafia - Tassie Devil, 31.10.2009, 15:14
            • Die Liturgie respektieren - Miesespeter, 27.10.2009, 23:37
          • "Ordentliche" Zentralbank braucht keine "echten" Vermoegenswerte ... - CrisisMaven, 17.02.2012, 11:14
      • Nein - moneymind, 26.10.2009, 21:15
        • In diesem Falle schon. - Miesespeter, 26.10.2009, 21:38
    • gelöscht vom Chef, mit Anmerkung für Hopi - Hopi, 26.10.2009, 19:41
      • Ich nehme mich zurück, aber ich war in Simbabwe 1997 und sah deren Innenministerium (Mysterium). - Hopi, 26.10.2009, 20:47
    • Viell. klärt das näheres - moneymind, 26.10.2009, 21:26
      • Can Central Banks Go Broke? - Miesespeter, 26.10.2009, 22:31
        • Hochinteressant! 30 Minuten -ging wahrscheinlich in 'Weimar' länger - BillyGoatGruff, 27.10.2009, 13:33
    • Ja, sie kann bankrott gehen! - paranoia, 27.10.2009, 13:35
      • Danke, - RogRog, 27.10.2009, 22:51
        • Heißt: die FED ist die einzige ZB, die nicht Bankrott gehen kann - DcMontain, 28.10.2009, 07:10
          • Nein - Miesespeter, 28.10.2009, 09:38
        • Neues von der Zentralbankenpleite - paranoia, 28.10.2009, 12:43
          • Wieso nicht EUR? - tar, 28.10.2009, 14:39
            • weitere Erläuterungen zum Zentralbankbankrott - paranoia, 29.10.2009, 11:20
              • Danke für die Erklärung - lerne gerne dazu ;) (oT) [ [ kein Text ] ] - tar, 31.10.2009, 23:45

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