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Wie bekomme ich Geld bei der Bank - durch menschliche oder maschinelle Hand??

Brigitte @, Donnerstag, 05.01.2017, 09:54 (vor 3472 Tagen) @ Nico

liegt mir am Herzen, dass die Arbeitnehmer gegenüber den Maschinen wieder konkurrenzfähig werden.<<

Arbeitnehmer konkurrieren zwar sehr wohl untereinander, sie konkurrieren aber NICHT mit Maschinen. Wir konkurrieren nämlich nicht um Arbeit (die kann uns gestohlen bleiben), wir konkurrieren um Löhne. Maschinen fordern aber keine Löhne, d.h., Maschinen rufen entsprechend auch kein Sozialprodukt ab, und letztendlich konkurrieren wir (die Arbeitnehmer) nur um Sozialprodukt.<

Die Arbeit kann uns zwar gestohlen bleiben, wie Du schreibst. Doch ohne diese, sofern ich jetzt von HartzIV, etc. absehe, würden wir nicht bezahlt werden und könnten unsere Urschuld, wie dottore ausführt, nicht tragen können. Insofern sind viele Menschen auf Arbeit angewiesen, sei die Entlohnung noch so schlecht. Je mehr Maschinen die Arbeit der Menschen übernehmen (Bankautomaten, ...), Arbeitnehmer also durch diese verdrängt werden, je leichter hat es der Arbeitgeber, sich aus diesem Heer von Arbeitssuchenden passende Mitarbeiter zu seinen Konditionen einzustellen. Dies wiederum führt für einen Teil der Menschen zu dem Versuch sich über bessere Qualifikationen (überfüllte Gymnasien/Nachhilfe) von diesem Heer nach oben hin abzusondern und nachgefragt zu werden, sowie auf der Kehrseite zur Aufgabe und Hoffnungslosigkeit vieler Menschen mangels der Erkenntnis, wenn überhaupt nur mit einem "Butterbrot" abgespeist zu werden.

Unter ständiger Konkurrenz stehende Unternehmen wägen ab, welche Investition für sie am lohnensten sind. So stehen dem Entgelt der Arbeitnehmer und deren Kosten, die Abschreibungen (jährliche Wertminderung), sowie die Kosten der Investition gegenüber. Je nachdem, welche für den Unternehmer kostengünstiger ist, wird dieser wählen um entweder höhere Gewinne zu erzielen und/oder seine Produkte günstiger anbieten zu können. Werden nun die Entgelte mit zusätzlichen Steuern belastet, während die Investitionen von diesen ausgenommen werden, ist abzusehen, in welcher Richtung die Entscheidung eines Unternehmers gehen wird.

Maschinen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und werden immer mehr die Arbeit der Menschen ersetzen. So arbeitet man bereits an Roboter im Pflegebereich. Doch wird nur dann in diese investiert, wenn zu erwarten ist, dass dadurch ein Gewinn zu erzielen ist. Fehlen den Arbeitnehmern und deren Familien allerdings die nötigen Geldmittel mangels Einkommen, bricht die Nachfrage nach den hergestellten Gütern und bereitgestellten Leistungen weg. Dann lohnt es sich nicht mehr, oftmals per Schulden in Maschinen und Arbeitnehmer zu investieren. Die Wirtschaft stagniert und schrumpft schlimmstenfalls mit einhergehenden Konkursen, da die Schulden nicht mehr bedient werden können. So liegt es nun an den Staaten den Menschen, aber auch den Unternehmen z.B. mit Abnahme von Rüstungsgütern, unterstützend unter die Arme zu greifen, damit ausreichend konsumiert wird und die Unternehmen ihre Kosten ersetzt bekommen, sowie das Triebmittel des wirtschaftlichen Lebens, den Gewinn, erhalten können.

Da oftmals lediglich an den Symptomen der Wirtschaftskrise wie Schattenbanken, Mindestlohn, ... herumgebastelt wird, frage ich mich, ob obige Problematik von Fachleuten lediglich nicht gesehen wird oder es wirklich Personen gibt, welche diese (Besteuerung) geschaffen haben, um daraus ihren Reibach zu machen.

Wenn ich nun das Tun der Staaten und zwar über Verschuldung den Wirtschaftskreislauf in gang zu halten hinterfrage und desweiteren daran denke, dass zur Entstehung von Gewinn Personen benötigt werden, welche sich verschulden, so wundert mich die Zunahme der ausgegebenen Staatspapiere nicht mehr. Doch wie Beispiele aus Griechenland und Italien zeigen, steigt deren Verzinsung, je weniger tragfähig dadurch die Verschuldung der Länder wird. So kauft die EZB zwar die betreffenden Staatsanleihen auf mit dem Ansinnen, die Zinsbelastung niedrig zu halten. Doch landet dadurch viel Geld im Wirtschaftskreislauf, welches auf Aktien, Immobilien, ... zugreift, deswegen aber nicht weg ist, sondern sich dann in den Händen weiterer Personen befindet, welche ebenfalls dieses Geld an den "Mann" bringen wollen. Gerade die "oberen Zehntausend" haben die Möglichkeit gute Anlageberater zu bezahlen und können ihre Gewinne dementsprechend anlegen. Dem "Plebs" bleiben, mangels Wissen und der daraus folgenden Angst, etwas Falsches zu tun, oftmals lediglich die angebotenen Versicherungen, Renten und Sparkonten übrig. Wer wird in deinen Augen wohl der Gläubiger sein, welcher seine Forderungen durch Ausbuchung infolge eines Bankrotts der Banken, Staaten, ... wohl treffen wird? Insofern halte ich es für richtig, dass die Personen zur Abtragung der hohen Staatsverschuldung herangezogen werden, welche durch diese auch profitiert haben. Dies gelingt allerdings nur länderübergreifend, da sich das Geld in Steueroasen geflüchtet hat und flüchten wird. Insofern erfolgte mein Vorschlag, die hohe Staatsverschuldung bis zu einer bestimmten Grenze zum BIP bei der EZB zu sammeln und durch eine Sondersteuer auf jeglichen Gewinn zu tilgen. Damit der Gewinn nicht in Steueroasen verschoben werden kann, wird der Geldausgang in Länder, sowie der Verbindlichkeitsaufbau gegenüber diesen Ländern, welche nicht an meinem Vorschlag teilnehmen wollen, mit einer Sondersteuer belegt.

Ich denke, wir könnten die wirtschaftlichen Probleme anpacken und abtragen. Doch der Wille oder das Wissen hierzu fehlt. :-(

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