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Hoffe mal ich hab hier keine blöde Diskussion losgetreten + Frage an dottore

Melethron, Mittwoch, 06.02.2008, 13:43 (vor 6568 Tagen) @ Fremdwort

Nimms mir nicht übel, aber da kannst du nichts verstanden haben. Haben
deine Professoren Mehrwert bei Marx nominell beziffert? Frag sie bitte
konkret danach und antworte es hier, falls es dir nicht klar ist.

Mehrwert ist ein Verhältnis zwischen Tausch- und
Gebrauchswert(=Arbeitswert).
Arbeitswert wiederum ein Mass für die in einer Ware verdinglichte Energie
von a) der Arbeitskraft und b) natürlicher Energie(aus Strom, ÖL, ...).

Wenn mich jemand eines besseren belehrt nehm ich das niemals übel sondern bin dankbar dafür [[zwinker]]. Doch zum Thema: im Moment findet das Seminar noch gar nicht statt und ich befinde mich in der Vorbereitung und habe es, denke ich, ansatzweise verstanden. Dass der Mehrwert nur dieses Verhältnis bezeichnet ist mir schon klar. Mir ging es in meiner Frage um das GELD. Jedoch ist mir nicht ganz klar weshalb du Gebrauchswert mit Arbeitswert gleichsetzt. Sofern ich das verstanden habe bezeichnet der Gebrauchswert nur die Nützlichkeit einer Ware (Äpfel die von einem Baum fallen haben doch auch einen bestimmten Gebrauchswert (Nahrung). Im Gegezug dazu haben die Äpfel eines mühsam in der Wüste gezüchteten Apfelbaums zwar mehr Arbeit nötig aber (bei gleicher Quantität und Qualität) den selben Gebrauchswert. Daher möchte ich nochmal darlegen wie ich dies verstanden haben:

Wenn nun ein Arbeiter durch konkrete Arbeit aus einem Rohstoff mit einem bestimmten Tauschwert T1 und Gebrauchswert G1 (die Arbeit zur Erzeugung des Rohstoffs sei mal dahin gestellt und es wird einfach mal ein Arbeitsunabhängiger Gebrauchswert unterstellt, wie in meinem Apfel Beispiel) eine neue Ware erzeugt hat diese dann einen Gebrauchswert G und einen neuen Tauschwert T2 (die von einander nicht abhängig sind (doppelcharakter)) und der Arbeiter erhält dafür einen Lohn L und der Kapitaleigner den Mehrwert MW. Also:

T1 + L + MW = T2

und

G1 * x = G2 (wobei x durch die konkrete Arbeit bestimmt ist)

Da nun aber die Tauschwerte relative Werte sind können die sich nun ändern. Nach obigem Beispiel, wenn nun ein jemand Äpfel in die Wüste transportiert und die dort für ein Drittel des Tauschwerts verkauft (Bsp: EU-subventionierte Lebensmittel im Senegal) so ist der Unternehmer der Wüstenäpfel gezwungen bei gleichbleibendem Arbeitsaufwand und Tauschwert T1 entweder L oder MW oder beides zu reduzieren. Da wohl kaum ein Unternehmer MW reduziert bleibt nur die Reduzierung von L (von mir aus kann auch noch MW reduziert werden, aber am Prinzip ändert dies nichts). Also:

T1 + L2 + MW = T3 (mit T3<T2 und L2<L sodass L+y=L2 und T3+y=T2, wobei y den "Verlust" zum ursprünglichen Tauschwert ausmacht)

Sollte ich das nun soweit doch nicht richtig verstanden haben, so bitte ich um Korrektur.

Das eigentliche Problem auf das ich hinauswollte ist folgendes. Zwar werden durch die Arbeit ständig mehr Gebrauchswert erzeugt, doch meine Frage war, wo das GELD herkommt für die Differenz zwischen T2 und T1. Also selbst wenn alle Kapitaleigner und Arbeiter ihren MW oder L ausgeben so kann doch das Geld nur zirkulieren zwischen den einzelnen Kapitaleignern und sich Umschichten zwischen Arbeitern und Kapitaleignern (Das Problem der Zirkulation hat mich zur Freiwirtschaft gebracht).

Wie also kommt eine Steigerung des BIPs zustande?

Und eben diese Frage hat mich zum Debitismus geführt, wodurch ich auch auf dieses Forum gestoßen bin.

Ich bin mir recht sicher, dass es das nicht gibt. Grund: bislang hat noch
keiner vernünftig den dialektischen Determinismus beschrieben und ohne den
ist Marx nicht zu begreifen. Ich habe auch noch nichts dazu gefunden.
Marx hat auch nicht im entferntesten etwas mit Planwirtschaft zu tun. Das
war eine Erfindung aus Sowjetzeiten als Notwirtschaft in Nachkriegszeiten
u.a..
Die Freiwirtschaft bringt auch keine Lösung. Und falls du dich dafür
interessierst, wie man Privateigentum aufhebt und das Chef hier nicht
passt, können wir uns auch per mail austauschen.


Was die Dialektik bei Marx angeht will ich selbst ein wenig Vorsichtig sein und versuchen ihn rein ökonomisch sehen. Da ich neben Philosophie auch noch Prähistorische Archäologie studiere, weiß ich dass die Übernahme (bzw das auf den Kopf stellen) der Hegelschen Geschichtsphilosophie leider auch einen Schaden in der Wissenschaft verursacht hat: So hat das krampfhafte suchen eines ewig währenden dialektischen Klassenkampfes dazu geführt, dass Herrschaftsstrukturen da gesehen wurden, wo es eigentlich gar keine gibt.

Worum es mir bei meinen Fragen geht ist erstmal (aber nicht vorrangig) die Produktivität einer Gesellschaft, denn wenn ich mir ganz simpel überlege, dass alle Arbeitslosen arbeiten würden UND das der Markt keinen Schwankungen unterworfen wäre (konstanter "Boom" also konstante Überproduktion (zumindest bis mal niemand mehr hungern muss) so würde mir doch eine solche Produktionsweise sinnvoller erscheinen.

Dies ist auch der Grund warum ich mich an ein Wirtschaftsforum wende. Ich möchte Marx erstmal rein ökonomisch betrachten ohne die ganze "Hegelei" und auch ohne dieses ganze Ideologie Geschrei, denn (soweit ich Kant verstanden habe, auch hier möge man mich korrigieren) ist doch eh ALLES Ideologie, da es a priorische Erkenntnis gar nicht gibt und unsere Vernunft immer auch durch die Sinneserfahrung beinflusst ist, was in meinen Augen, dann jede Art von Ideologiekritik absolut überflüssig macht.

Gerade auch an dottore hätte ich dann noch die Frage, wie Kapitalismus funktionieren soll, wenn es doch immer wieder in die Debitismus falle führt.

Grüße

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                  • aus dem Nichts - waffengedeckt :o) - Onkel Otto, 09.02.2008, 07:30
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                      • ich möchte es auch gern wissen :o) - Onkel Otto, 09.02.2008, 13:30

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