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ein paar Anmerkungen

moneymind @, Donnerstag, 17.11.2011, 16:58 (vor 5187 Tagen) @ Miesespeter

Hi MP,

kurz ein paar Gedanken zu dem, was Du schreibst:

Selbstverstaendlich, was sollte sie denn daran hindern? Fue die ZB ist die
Schoepfung von ZBG ein ebenso einfacher Buchungsvorgang wie fuer die GB die
Schoepfung von Giralgeld. Sie kann im Gegenzug entweder eine Sache oder
Forderung erwerben, oder eine Sache oder Forderung per Pensionsgeschaeft
als Sicherheit uebernehmen. Technisch kein Problem, den juristischen Rahmen
wird man immer den Notwendigkeiten anpassen.

Ja. Sie muß nur das mit dem angekauften Vermögenswert verbundene Risiko tragen. Bei forderungslosen Vermögenswerten (wie Gold) besteht es in Marktpreisschwankungen. Sinkt der Goldpreis, mindert sich der Aktivposten "Gold" bei der ZB, damit c.p. ihr EK. Sie kann dann durch den Verkauf des Goldes weniger Geld "erwirtschaften" (d.h. im Fall der ZB: aus dem Verkehr ziehen und vernichten, d.h. ausbuchen) als sie beim Ankauf geschöpft hat. Wirkt prinzipiell inflationär.

Im umgekehrten Fall eines steigenden Goldpreises kann sie beim Wiederverkauf dagegen mehr Geld vernichten als sie geschaffen hat, mit geldverknappender, deflationärer Wirkung.

Beim Ankauf von nominell fixierten Vermögenswerten wie Forderungen trägt sie das Risiko der Wertschwankungen der (nominell variablen) Sicherheiten, mit denen der Schuldner der Forderung ihr haftet.

Ihre geldpolitischen Operationen sind also Marktinterventionen mit Spekulationscharakter, die sie aber nicht mit einem Gewinninteresse, sondern mit einem geldpolitischen (gesamtwirtschaftlichen) Interesse betreibt.

Da alle unter Verschuldungsdruck stehen, fragt dann auch
keiner, ob die Banknote, welche die ZB auf sich gezogen hat, gedeckt

ist,

oder nicht. Solange der Geschäftszwang der Kreditbanken mit der ZB(und

das

damit verbundene Geschäftsvolumen) wesentlich größer ist, als die
Verbindlichkeiten, welche die ZB durch Selbstziehung schafft, kann eine

ZB

beliebig auf sich selbst ziehen.


Eben, alles ein Frage der Dosierung.


Dottore hätte dann teilweise Unrecht!


Dotore hat sich halt auch manchmal verschaetzt. So hatte er zB ja auch
immer postuliert, dass an dem Tge, an welchem die Notenbanken beginnen,
Staatsanleihen direkt anzukaufen, der finale Bankrun einsetzen wuerde, denn
das Publikum wuerde ja durchschauen, dass dies der Highway to
Hyperinflation sei.

Das fände ich einen nachvollziehbaren Gedanken, wenn man ihn so versteht, daß er voraussetzt, daß die privaten Märkte nicht mehr zum Kauf von Staatsanleihen bereit sind. Das ist aber ja bisher nicht der Fall, sodaß der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB zunächst geldpolitischen Charakter hat. Ich vermute, daß die EZB fest mit dem Zustandekommen des "Stabilisierungsfonds" rechnet und den Anleihenkauf sozusagen als kurz- bis mittelfristige Maßnahme versteht, die der Politik Zeit für Verhandlungen verschaffen soll.

Dottore hat den Gedanken daher immer konsequent abgelehnt. Fuer ihn stand
das Dogma Staatspapiergeld = Hyperinflation. Davon ist er nie abgerueckt,
und hat als durchaus schlagkraeftiges Argument redundant vorgebracht, man
moege eine Evidenz eines Staatspapiergeldes vorweisen, welches nicht in
einer Hyperinflation untergegangen ist.

Das ist auch nicht von der Hand zu weisen. Sobald man die Bindung des
Geldes mit dem Schuldendruck, also den Zwang zur spaeteren Leistung,
nachhaltig zerstoert, tendiert der Geldwert gegen Null.

Ja.

Schon ist man
wieder bei der Frage der Dosierung angelangt: wie kann man das System in
einem Zustand halten, wo einerseits der Schuldendruck nicht so gross ist,
dass die Wirtschaft darunter zusammenbricht, andererseits aber auch nicht
so gering dass die Wirtschaft ihr Fundament verliert.

Genau, das ist die Kernfrage aller Geld- und Wirtschaftspolitik (d.h. die Kernfrage, die sich Zentralbanker bei geldpolitischen Operationen und die sich Politiker bei der Fiskal- und Verschuldungspolitik stellen müssen und auch stellen).

Dass es durchaus zu groesseren Inflationserscheinungen kommen kann, wenn
die Notenbank alle moeglichen Forderungen ankauft, und diese hinterher
nicht mehr faellig stellt (sei es durch ewiges Rollieren, Moratorium, oder
Erlass), will ich uebrigends gar nicht in Abrede stellen. Allerdings sehe
ich nicht, dass dies zwangslaeufig in einem Ausmass geschehen wuerde, der
zu einem voelligen Systemzusammenbrauch fuehrt.

Genau. Letztendlich dürfte das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der "Letztschuldner" ("Lender of Last Resort") entscheidend sein. Würden die Märkte dieses Vertrauen komplett verlieren, stünde tatsächlich eine deflationäre Krise mit anschließender Hyperinflation zu befürchten.

Entscheidend wäre also, zu klären, worauf genau dieses Vertrauen basiert. Klar scheint mir zu sein, daß die Globalisierung der Weltwirtschaft die Einflußspielräume einzelner Nationalstaaten relativ verkleinert und daß einerseits ein Bedarf nach potenteren "Letztschuldnern" besteht, andererseits jedoch einzelne Staaten die Rolle des Letztschuldners für die GLOBALE Wirtschaft aber sicherlich verständlicherweise lieber gerne anderen überlassen wollen, weshalb ja z.B. in USA oder China durchaus ein großes Interesse daran besteht, daß der Stabilisierungsfonds zustandekommt, während man sich hier in Deutschland natürlich verständlicherweise eher dagegen wehren muß.

Gruß
moneymind

--
BLOGGING: Never before have so many people with so little to say said so much to so few.

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                      • Die Welt ist mittlerweile viel zu komplex für eine Währungsreform - Zarathustra, 16.11.2011, 13:36
                        • Danke sehr - SEHR schönes Bild: ausgetrockenete Sandburgen. Und wenn dann noch ein Sturm kommt... Aber - azur, 16.11.2011, 14:02
                        • Vielleicht ist die Komplexität aber auch hilfreich - Arithmos, 16.11.2011, 14:02
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                            • Wie lief denn das woanders? Türkei, Russland usw. Übung im Nullenstreichen - azur, 16.11.2011, 15:27
                              • Die hatten/haben kaum Software - Morpheus, 16.11.2011, 16:05
                                • Sich in dieser "Sicherheit" zu wähnen, dass eine Währungsreform unmöglich geworden ist, halte ich für einen Fehler. - Arithmos, 16.11.2011, 17:18
                                  • Zustimmung! Alles andere ist doch Panikmache. - Arndt, 16.11.2011, 17:43
                                    • Du verkennst den Fortschritt bei der Arbeitsteilung - Morpheus, 16.11.2011, 18:10
                                      • Schwarzmalerei - Arndt, 16.11.2011, 18:22
                                        • Zustimmung. Sagt man nicht "Kaufen, wenn die Kanonen donnern"? - Arithmos, 16.11.2011, 19:25
                                          • Die schlimmste Zeit ist VOR der Währungsreform - Arndt, 16.11.2011, 21:22
                                        • Ich habe auch etwa zwei Jahre gebraucht um den Unterschied zu erkennen - Morpheus, 17.11.2011, 01:02
                                          • Ausblick auf die kommenden Jahre und mögliche Währungsreform - Arndt, 17.11.2011, 03:35
                                          • Du vermischst hier zwei Dinge ... - Arithmos, 17.11.2011, 12:18
                                            • Alles hängt mit allem zusammen - Morpheus, 17.11.2011, 12:53
                                              • Du kannst mich auch gleich fragen: "Was würdest Du machen, wenn ich Recht behalte" - Arithmos, 17.11.2011, 13:08
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                                    • Ernsthaft - Mephistopheles, 16.11.2011, 21:37
                                      • Notstandsgesetzgebung ermöglicht den Übergang in Modus Kommandowirtschaft - z.B. Handel (@Ludwig) - azur, 17.11.2011, 00:10
                                        • Wieso @Ludwig? - Mieses von Ludwig, 17.11.2011, 00:33
                                          • Nachtrag: Sobald der Bankautomat stottert, ist imho Notstand - Arbeitsheere über Amt für Arbeit und Sozialse = Wohlfahrtsaus - azur, 17.11.2011, 01:22
                                          • Bei Sozialismus hilft nur Subsistenzwirtschaft - Morpheus, 17.11.2011, 01:24
                                      • Das hat andere Gründe - Morpheus, 17.11.2011, 01:16
                                • Dezentrale Währungsreform - Norbert, 17.11.2011, 10:49
                                  • Eine neue Währung kann nur entstehen in einem Rechtssystem - Mephistopheles, 17.11.2011, 11:28
                                  • Dezentrale Vorfinanzierung - Miesespeter, 17.11.2011, 11:42
                                    • Geldschöpfung und Vorfinanzierung - Norbert, 17.11.2011, 14:38
                                      • Danke fuer die Antworten - Miesespeter, 17.11.2011, 16:33
                                  • Das kann die staatliche Macht niemals zulassen - Morpheus, 17.11.2011, 12:19
                            • Ich neige dazu, Dir zuzustimmen, Zara - Mieses von Ludwig, 16.11.2011, 22:55
                              • Entschuldige, dann hatte ich Dich missverstanden: Weil Du hier erst Machbarkeiten bezweifelst (ed) - azur, 17.11.2011, 00:45
                              • Deine Zustimmung überrascht mich nicht, Ludwig - Zarathustra, 17.11.2011, 08:58
                                • Ich sehe dieses Problem nicht ... - Arithmos, 17.11.2011, 12:10
                                  • Du wirst es schon noch sehen ;-) - Zarathustra, 17.11.2011, 12:50
                              • Ein paar Anmerkungen zum Deventilieren - Miesespeter, 17.11.2011, 15:47
                                • Beispiele? - Zarathustra, 17.11.2011, 17:41
                                  • Ok - Miesespeter, 17.11.2011, 18:13
                                    • Das dachte ich mir ;-) - Zarathustra, 17.11.2011, 18:57
                                      • Preissteigerungseffekt und Zinseffekt - Miesespeter, 17.11.2011, 22:53
                                        • Peak Debt und Peak Everything - Zarathustra, 18.11.2011, 12:33
                      • Währungsreformvisionen - Orlando, 16.11.2011, 14:01
            • Wenn Konten geräumt werden... - Elli, 16.11.2011, 11:25
              • Kommt drauf an ... - FESTAN, 16.11.2011, 12:09
                • Kaufen versus Bezahlen - Elli, 16.11.2011, 12:42
                  • Darüber wäre nachzudenken, ... - FESTAN, 16.11.2011, 12:50
        • Ja, dann kommt der Konfetti-Effekt, - Nathan, 16.11.2011, 09:40
        • Ueberraschung M3 (Eurozone, Chart) - CalBaer, 16.11.2011, 20:20
      • "solvent, aber illiquid" - Kurt, 16.11.2011, 09:52
        • Interbankenmarkt - Nathan, 16.11.2011, 13:25
          • Danke für die Erläuterung (oT) [ [ kein Text ] ] - Kurt, 16.11.2011, 16:37
          • Frage zum Interbankenmarkt - Fabio, 17.11.2011, 16:42
            • Interbankensaldenfinanzierung - Miesespeter, 17.11.2011, 17:15
    • Zur Bilanzierung der EZB von gekauften Staatsanleihen - Miesespeter, 17.11.2011, 00:51
      • Deine Antwort müßte eigentlich in die Sammlung, mindestens der letzte Absatz - Theo Stuss, 17.11.2011, 12:37
        • Dottore wuerde ablehnen - Miesespeter, 17.11.2011, 16:22
          • ein paar Anmerkungen - moneymind, 17.11.2011, 16:58

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