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Geldschöpfung à la FED?

Kassandra, Dienstag, 14.12.2010, 14:02 (vor 5547 Tagen) @ CrisisMaven

Hallo CrisisMaven,

Wenn eine griechische Bank an eine deutsche Bank zahlt, werden deren
Konten bei der Zentralbank (Bankleitzahl = BLZ = Kontokorrentnummer bei der
jeweiligen Zentralbank!) belastet bzw. kreditiert.

Will jemand mehr Geld aus Griechenland "ausweisen" [[zwinker]] als diese
Bank Guthaben auf ihrem Zentralbankkonto hat, muss sie einen
"Zentrabank-Ueberziehungskredit" aufnehmen, der aber unter den
Zentralbanken nur 1% Jahreszins kostet. Dazu muss sie aber "einwandfreie"
Sicherheiten hinterlegen, i.d.R. sind das Staatsanleihen, wenn der Chef
nicht Bernanke heisst.


Könnte das nicht auch dann der Fall sein, wenn Einvernehmen der Bank mit der jeweiligen NCB besteht? D.h. nicht nur dann, wenn das Guthaben der Bank auf dem Zentralbankkonto erschöpft ist? Sondern einfach dann, wenn Geld geschöpft werden soll? Nämlich dann wenn zufälligerweise gerade Bonds plaziert werden sollen, die auf der letzten Bondauktion nicht verkauft werden konnten?


Hat sie nicht mehr genug "Sicherheiten", kommt die Kapitaflucht per
Ueberweisung
zum Stillstand
. Es mag unter Privaten dennoch weitere
Wege geben.

Nicht so fuer Staaten der Eurozone: denn die nationale Regierung kann neue
Anleihen ausgeben und einer Bank in ihrem Hoheitsgebiet diese
Staatsanleihen "verkaufen", die diese gegen deren gleichzeitige
Hinterlegung bei der EZB ueber ihre nationale Zentrabank refinanziert (zu
max. 1% Zinsen, waehrend sie formal mehr Zinsen auf den Zinskupon bekommt -
ein immer gutes Geschaeft, solange sichergestellt ist, dass es
keinen "Haircut" (oder Voll-Insolvenz - was ist der Unterschied? Wirklich!)
gibt.

Denn dann haette die EZB Sicherheiten, die sie am Ende nicht voll
zurueckerhaelt, dann geht der Verlust zu Lasten der EZB. Somit monetisiert
die EZB tatsaechlich schon die ganze Zeit Staatsanleihen.

Derzeit von April bis jetzt 70 Milliarden.

Die EZB koennte nun wegen gefallener Bonitaet die Hereinnahme weiterer
Staatsanleihen dieses Staates unterbinden. Dann kaeme die Kapitalflucht
dieser Banken zum Stillstand und "effektiv" entspraeche das einem "Leinen
los", einem Floating des Euro dieser Staaten gegenueber dem Rest der
Euozone.

Dürfte sie niemals machen. Damit wäre die Eurozone gescheitert. Eher ruft sie nach einer Erweiterung des Euro Schirms oder nach Euro-Bonds. Beides könnte die Schieflage der EZB kurzfristig wieder ein wenig geraderücken.


"If the ECB were to cease accepting the country’s paper as collateral
to end the hemorrhage, then outgoing payments could no longer be made and
the country’s banking system de facto would be cut off from the euro. If
the country’s authorities kept the banking system open for internal
payments at least, the bank deposits in the country would float against the
euro currency."

Oder sie monetisiert weiter auch nicht AAA, sondern alle junk bonds aus
diesen Staaten, dann versaut sie sich die EZB-Bilanz, der Euro aller
anderen faellt mit, denn diejenigen, die Euro hereinnehmen (gegen Dollar
z.B.) wissen, dass bei einem Zahlungsaufall der Euro nicht mehr voll
gedeckt ist.

Offenbar hat sie dies bereits getan.
Heißt das nicht dass die EZB derzeit ein großes Problem hat?
Wäre das nicht ein besonders geeigneter Zeitpunkt, an dem mal jemand anders als D schuld wäre?


Wobei das schon ins Spekulative abschweift, denn der Euro ist ja nicht
gedeckt, d.h., egal, was in der EZB-Bilanz steht, es deckt den Euro ja
ohnehin nichzt. Ich kann ja nicht zur EZB gehen und Euro gegen hinterlegte
Anleihen tauschen, so, wie schon seit 1971 nicht mehr irgendwas gegen
Gold!

Daher macht es, anders, als der Artikel und die DeuBa unterstellen,
eigentlich bis auf's Renommee keinen Unterschied, ob die EZB weiter
monetisiert oder nicht. Denn die EZB "gehoert" ja auch nicht den Staaten
mit der "starken" Waehrung, so dass alles nur
Papiergeld-Hin-undHerschieberei ist.

Nur im Aussenverhaeltnis kommt das nicht gut an.

Der Artikel unterstellt also letztendlich, dass die Bundesregierung ihre
Schulden zurueckzuzahlen beabsichtigt
, waehrend das Griechenland et al.
evtl. nicht tun. Deutsche Bank und Alphaville, traeumt weiter!


Weist der Artikel nicht noch auf etwas anderes hin? Was wäre, wenn die PIGS ECBs untereinander über einzelne ausgewählte Banken sich gegenseitig Kredite verschoben hätten und dies zur derzeitigen Belastung der EZB geführt hätte?


Wäre das nicht FED like?

Gruß Kassandra

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                  • Fuer die Schuld des Steuerzahlers macht es keinen Unterschied - CalBaer, 15.12.2010, 08:01
                    • Steuerzahler ist nicht Glaeubiger (edit) - Miesespeter, 15.12.2010, 08:13
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