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Wenn es nur so einfach waere....

Miesespeter @, Mittwoch, 15.12.2010, 01:07 (vor 5547 Tagen) @ BillHicks
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 15.12.2010, 01:24

Hi Bill,

Das stimmt. Niemand hat mit den Noten der EZB einen Anspruch auf ganz
bestimmte Vermögenswerte. Hättest du mit dem 50er in der Hand aber wohl
einen Anspruch auf die Insolvenzmasse der EZB (im Fall der Fälle)?

Nein. Im Fall der Faelle hat der Staat einen Anspruch auf meinen 50er.

Ein Durchgriff auf die
Aktiva ist ausgeschlossen, das Geld ist folglich auch nicht durch die
Vermoegenswerte der Notenbank 'gedeckt'.


Kann mich nur wiederholen: die Vermögenswerte der Zentralbank spielen
eine absolut zentrale Rolle für die Stabilität einer Währung (insbes.
ggü. anderen Währungen).

Mit gehandelten, liquiden, werthaltigen Vermögenswerten im Portefeuille,
kann eine Zentralbank jederzeit genügend Nachfrage nach den eigenen
Passiva erzeugen, dass diese weiterhin gesucht bleiben. Oder anders: mit
werthaltigen Aktiva kann ich dafür sorgen, dass meine Währung auch
weiterhin umläuft.

Solange ich mit dem Geld bezahlen kann, wird es umlaufen.

Werthaltige Aktiva: Diese Aktiva sind Forderungen (zumeist noch Staatsanleihen), deren Wert allein von zukuenftiger Leistung abhaengt, bzw von der Einschaetzung des Marktes, was diese zukuenftige Leistung betrifft. Witzigerweise leistet der Staat in aller Regel nicht, ohne dass dies die Werthaltigkeit seiner Anleihen negativ beeinflusst.


Ideal ist freilich, wenn ich hauptsächlich Vermögenswerte halte, die
einen Schuldner zwingen nach meinen Passiva zu laufen und er das auch brav
tut, weil das was er zu verlieren drohte schmerzlich genug ist. Das
Kursrisiko bleibt freilich durch entsprechende Vertragskonstruktion beim
Schuldner.

Zustimmung hier, das ist allerdings ideal. Je hoeher der Druck auf dem Schuldner, desto mehr Leistung erfolgt, um diese Passiva zu erlangen.

Dies ist auch die Deckung des Geldes: die reale Leistung des Schuldners in der Zukunft. Die Erstellung und der Absatz des Wirtschaftsproduktes, welches zukuenftig groesstenteils vom bereits existierenden Geld gekauft wird.

Wie kann die Notenbank ueberschuldet sein, wenn sie keine Schulden hat?


Dass sie keine Schulden hat nehme ich als Behauptung hin.

Gegenfrage: Was schuldet Dir die Notenbank fuer Deinen 50er?
Kannst Du irgendeine Forderung gegen die Notenbank zur Leistung geltend machen?

Wieviele Vermögenseigentümer lesen denn Zentralbankbilanzen?


Das ist eine gute Frage. Meine Antwort derzeit: zu wenig.

Eben. Wie koennen dann Bilanzrelationen, die nicht einmal ausgesprochene Kenner der Materie korrekt oder einheitlich bewerten koennen (wird at market bewertet? at maturity?), der ausschlaggebende Faktor zur oeffentlichen Bewertung der Bonitaet der Notenbank durch den normalen Wirtschaftsteilnehmer sein, zumal Bonitaet wiederum selbst ein ausgesprochen fragwuerdiges Konzept fuer die Bewertung ihrer Passiva (!) ist?

Frage: wie verhalten sich Vermögenseigentümer in diesen beiden

Ländern

dann?


In Land A werden sie ihren Kopf anstrengen um neue Dinge zu (er)finden auf
die man ein Preisschild kleben kann.

Ist ein Unternehmenskonzept (neue Dinge erfinden) eine groesstmoegliche Sicherheit? Wird das ohne weitere Sicherheiten wahrscheinlich in diesem Land finanziert?

Aber unabhaegnig davon: Wer garantiert, dass neue Dinge erfunden werden, welche am Markt erfolgreich sind? Woher hat der Markt sein zusaetzliches Geld zur Nachfrage?

Was, wenn sich stattdessen die Rezession selbst verstaerkt, und die Nachfrage kontinuierlich sinkt? Wieviel Rezession kann ein Land aushalten, bis der politische Faktor zum Tragen kommt? Ist die Leidensfaehigkeit in allen Laendern gleich?

Ist das Patentrezept wirklich so simpel und linear, wie es von Hard Money Fans vorgetragen wird? Ist das ein Universalrezept, dass zu jeder Phase wirtschaftlicher Entwicklung immer gleich anwendbar ist?

Ich denke, man muss sich seeehr weit aus dem Fenster lehnen, um eine These einer universell gueltigen Geldpolitik aufrechtzuerhalten.....

Als die Golddeckung des Goldes aufgehoben wurde, gab es eine grosse Fraktion von Schwarzmalern, die den baldigen Abmarsch in die Hyperinflation als zwangslaeufig ansahen. Nun wird (in einer Deflation ganz folgerichtig) die Schulddeckung des Geldes gelockert werden, und wieder hoert man die selben Prognosen. Ich fuerchte, man unterschaetzt auch heute die Politik gehoerig, wenn man davon ausgeht, dass dies schnurstracks zu einem Zusammenbruch der betreffenden Waehrung fuehrt.

Gruss,
mp

--
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