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Tanz auf des Messer's Schneide

Miesespeter @, Mittwoch, 15.12.2010, 11:39 (vor 5546 Tagen) @ Mieses von Ludwig
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 15.12.2010, 11:47

Hallo Ludwig,

Dies zum einen, zum anderen: Warum sollte sie das Geld wieder

einsammeln?

Weil bei zu stark nachlassendem Schuldendruck die Geldnachfrage sinkt und
es somit zu "Inflation" kommt.

Einverstanden. Aber von 'zu stark nachlassendem Schuldendruck' kann in der gegenwaertigen Situation keine Rede sein, im Gegenteil, und daher muss auch die Politik heute entsprechend ausgerichtet sein. Uebermorgen dann eben wieder anders.

Solange nur M3 zu M1 transformiert wird, glaube ich auch nicht an tiefgehende Inflationsfolgen, da hierdurch die nominelle Gesamtkaufkraft nicht nachhaltig vergroessert wird. Wenn darueber hinausgehend voellig illiquide, geldferne Vermoegen in grossem Umfang monetisiert werden, saehe es sicher anders aus. Ebenso, wenn 10 Jahre lang jaehrlich Staatsanleihen im Wert von 10% des BIP monetisiert werden, und gleichzeitig 10% der privaten (leistungserzwingenden) Verschuldung abgebaut werden. Ob das eintreten wird, steht vollends in den Sternen.

Nicht ganz zu uebersehen ist in dem Zusammenhang auch, dass Leistungsdruck auch anders als durch Schuldendruck erzeugt werden kann, und in der Folge also die Leistung = das Wirtschaftsprodukt, welches dem Geldumlauf gegenuebersteht. Beispiel waere

- Steuermehrbelastung in Hoehe der Schuldenentlastung
- Kommandowirtschaft


Und der Effekt ist exakt analog zur Neubewertung der Relation
Gold/Banknoten aus 1933, sprich die Schuldendeckung des Geldes wird
halbiert. Folgte in den USA darauf der Zusammenbruch der Waehrung?


Da sprichst Du einen sehr interessanten Punkt an, über den ich in den
letzten Monaten viel nachgedacht habe. Kann die ZB auf diese Weise nicht
die Währung gerade so weit abwerten, dass der Schuldendruck wieder auf ein
erträgliches Ausmaß reduziert wird?

Der Benbernack glaubt daran. (Werde mir in der Winterpause zur weiteren Information seine gesammelten Aufsaetze zur Notenbankpolitik in der Great Depression vornehmen)

Das wäre zwar ein Drahtseilakt, aber ist es nicht theoretisch möglich?

In der Theorie kann ich eben auch nicht erkennen, warum es nicht moeglich sein sollte. Dass dies in der Praxis mit einer Unmenge Risiken aller Art verbunden ist und die Gesamtprognose vielleicht sogar negativ ist, steht dem nicht entgegen. Die Geldpolitiker waeren schlicht voellig unprofessionell, wenn sie es nicht versuchen wuerden, und stattdessen einem unkonrollierten Systemzusammenbruch passiv zusehen wuerden.

Ausgang m.E. offen, wenn auch empirisch betrachtet die Erfolgswahrscheinlichkeit nicht gross zu sein scheint, aber keineswegs bei Null.

Und gerade das Anerkenntnis dieser Offenheit des Ausgangs und die Abhaengigkeit der weiteren Entwicklung von vielen Variablen, deren Wert noch nicht festgelegt ist, vermisse ich oftmals in den Beurteilungen der fundamentalen Fiat-Money-Basher, welche reflexartig jedesmal "Weimar!!" rufen, wenn die FED M1 um 5% ausweitet oder in einer Deflation mal ein paar Papiere ueber Marktkurs annimmt......

Aber: Anstatt zu versuchen, das QE-Geld zwecks Inflationsbekämpfung
wieder zurückzubekommen, könnte ja auch der Staat zu Hilfe kommen: Er
drückt irgendwelchen Privaten Schulden ex nihilo auf's Auge - und leitet
so die Verbindlichkeiten der Zentralbank bei NIEMAND quasi an diese
Privaten weiter. Auch so würde der Schuldendruck und damit die
Geldnachfrage wieder erhöht.

Ja, siehe oben Steuerbelastung vs Schuldenentlastung. Die Zahl der Einstellvariablen ist groesser als nur ein An/Aus-Knopf an der Druckmaschine.

Verstehe zB immer noch nicht warum die Notenbank nicht saemtliche Aktiva der GBs at par aufkaufen sollte, unter der Auflage eines Reservesatzes von 100%. Dann ist alles existierende Giralgeld zu 100% Banknoten-gedeckt, aber eine Ausweitung der kaufkraeftigen Nachfrage ueber den Status Quo ausgeschlossen.

Gruss,
mp

--
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