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Live your Tainter-Dream. Durchheizen oder Heizung ausbauen

moneymind @, Montag, 15.04.2013, 11:42 (vor 4656 Tagen) @ Silke

Hallo,

ist mir erst im Lauf
der letzten 2 Jahre bewußt geworden, weil ich selber dieser

ideologischen

Strömung erlegen war. Erst hartnäckiges Weiterfragen zu Themen wie
Zentralbank, Staatsschuld und Geldpolitik brachte mich in die Lage,

über

den Tellerrand dieser (von mir ja selber bis vor kurzem geteilten)
Ideologie hinauszublicken.

deshalb finde ich es gut, dass Du Dich nicht einfach abwendest, sondern
versuchst hier aufzuklären.

Du nimmst mir sicher nicht übel, wenn ich Dir das nicht abnehme.

Ich versuche nicht, irgendjemanden aufzuklären, sondern einfach für mich Geldwirtschaft zu verstehen, möglichst ohne Ideologie (sei es nun sozialistische oder liberale). Ich freue mich über Beiträge wie die von MP, da sie anregend sind und mich weiterdenken lassen. Und ärgere mich über Antworten, in denen dieselben abgedroschenen Klischees und Vorurteile gebetsmühlenartig immer wieder wie ein Gülleeimer über einem ausgekippt werden, weil die Leute sich in ihren denkerischen Sackgassen eben eingerichtet haben und noch wohlfühlen. Wie überall werden die vermutlich erst umdenken, wenn sie unsanft dort hinausbefördert werden und auch dann wieder ihr Fähnchen brav in den Wind hängen und sich dabei als "einsame Revolutionäre" fühlen können.

Ich sage gerade das Gegenteil.
Markt geht nur auf der Basis von Staat,

hm -klingt wie Staatsbastard...

richtet sich aber im Prinzip
gegen diesen und ist nicht VOM Staat, sondern GEGEN den Staat
geschaffen worden

von wem oder was? Von welcher Macht mit welcher Waffe?

Von den antiken Griechen. Die haben die "Freiheit", das Grundeigentum und den Bürgerstaat erfunden, nachdem der vorhergehende Staat, die um einen Priesterkönig-Herrscher zentrierte mykenische Palastwirtschaft durch Naturkatastrophen zerstört wurde. Da half die Natur nach.

Die Franzosen 1789ff. dann bekanntlich mithilfe der Guilliotine.

und muß daher auch immer wieder gegen diesen verteidigt
werden. Damit haben wir das "Paradox", daß ausgerechnet der Staat eine
staatsfreie Sphäre - die ums Eigentum herum zentrierte Privatsphäre -
schützen soll.

Von welcher Macht? Dem Markt selbst? Mit welcher Waffe?
...oder freiwillig, zwanglos?

Sorry, verstehe die Frage nicht. Schützen wovor meinst Du? Vor Zugriffen, die nicht per freiwilligem Vertrag zustandekamen. Auch solche des Staates. Daß der Staat Ressourcen braucht, um diese Aufgabe zu erfüllen, sieht jeder Bürger ein. Daß man ständig gegen zu weitgehende Zugriffe des Staats kämpfen muß, ist auch klar. Staat ist aber nicht gleich Staat, zwischen einem bürgerlichen Rechtsstaat und einem sozialistischen Zentralstaat oder einem Priesterkönigtum gibt es neben den offensichtlichen Gemeinsamkeiten Unterschiede.

Dazu Ashitaka lesen...

Jeder Jurist weiß das (hatte das

hier

schon mal belegt). Und das meinte ich mit dem Widerspruch von Staat und
Markt. Der dottore versteht den Widerspruch nicht, sondern sieht alles
einlinig vom bösen Staat ausgehen, selbst noch seinen geliebten Markt.

Was

mir beim dottore fehlt, ist dialektisches Denken.

Klingt für mich überheblich.

Für mich klingen Deine auswendigglernten Einwände überheblich.

Wie der typische Liberale es nicht fertigbringt, z.B. geldpolitische
"Staatseingriffe" als notwendig für die (längerfristige) Existenz des
Marktes zu erkennen, sondern sich nur auf die eine Seite des

Widerspruchs

schlägt (und im damit verbundenen "Gut-Böse-Schema" hängenbleibt, war

es

beim typischen Vollsozialisten (der mit der Sowjetunion sympathisierte)
genau umgekehrt.

Dein Markt/Staat = Gut/Böse ist anstrengend (wie bei mir auch).
"Nehmen wir doch leidenschaftslos die Fakten wie sie sind, dann tun wir
uns auch leichter in der Beurteilung historischer Phänomene."
Dottore

Amen. Wenn der dottore das täte, wäre es ja schön. Daß ihm sein Staatshass und seine Marktanbetung die Wahrnehmung verzerren, mag er natürlich nicht sehen - für ihn ist seine Perspektive eben die Wirklichkeit.

Daß - um mal im Bilde zu bleiben - in Bezug auf Geldpolitik nur der

Staat

der Thermostat des Marktes sein kann, wobei aber der Markt die Heizung
darstellt, scheint irgendwie schwer zu kapieren, weil man

offensichtlich

Schiß hat, damit dem bösen Staat irgendwelche Zugeständnisse zu

machen.
Staat will die abgestrahlte Energie der Heizung will nicht selbst heizen.

Eine Heizung, die ohne Thermostat vor sich hinläuft, ist aber nach

kurzer

Zeit ebenso unbrauchbar (weil kaputt)

Sonne -selbstregulierendes System.

Was bitte hat die Sonne mit einer Geldwirtschaft zu tun? Die Grenzenlosigkeit der geldbasierten Prozesse basieren auf der Inhaltsleere der Geldabstraktion. Keine Qualitäten, nur Quantitäten, stoffliche Bindung fehlt. Geld ist eine abstrake Idee, gegossen in geltendes Recht und geschlossene Verträge.

wie ein Thermostat ohne Heizung. Die
Temperatur-/Thermostatenmetapher wird ja nicht umsonst im öffentlichen
Diskurs immer wieder verwendet ("überhitzte Konjunktur" =

boom/irrational

exuberance, "abkühlende Konjunktur" = rückläufige Infla,
"kapitalistischer Winter" = deflationäre Depression etc.).

Regelkreise nivellieren wie gewünscht.
Die Kernfrage ist aber, ob die gewünschte Regelung überhaupt dauerhaft
sinnvoll ist auf dieser Erde.
Jeder künstliche Regelkreis wird zwingend zerstört weil nie genug
Infos/Veränderungen/ Unerwartetes berücksichtigt werden kann.
(Hayek nennt so etwas sinngemäß anmaßend und zum Scheitern verurteilt
wenn sich staatsorganisierte Menschen darin versuchen Thermostat zu
spielen)
(Tainter behauptet zu recht -je mehr Regelkreise in Regelkreisen eingebaut
werden desto sicherer kommt die Simplifikation)

Dann bau am besten gleich den Thermostat in Deiner Wohnung aus und laß die Heizung sommers und winters einfach durchlaufen. Deine "Argumentation" bleibt nicht bei der Sache, du holst Dir einfach irgendwo allgemeine Zitate, um Deine Vorannahmen zu stützen. Brrr!

(DarkStar glaubt, "Fürsorge,
Schule etc." hätten ursprünglich privat super funktioniert, bis der

Staat

sie "usurpiert" habe - historisch blauäugiger geht's kaum).

Unnötige Abwertung - wie häufiger bei Dir.
Steinzeitmenschenschule?
Jedes Tier mit seinen Nachkommen?

Grhmpp, ich muß erst einmal aufhören.
Du willst Wirtschaft um jeden Preis und für immer mit
Thermostat
(möge dieses immer funktionieren). Die Lebewesen in der
Nachbarwohnung sind Dir völlig egal.
Wenn sie wegen Deiner Regelbegeisterung verendet sind werden sämtliche
negativen Konsequenzen aus deren Wohnung (Gestank/Ratten/Brand weil Herd
noch läuft usw. auf Deine Wohnung übergreifen weil...
Wir alle in einem Haus leben, in dem nicht einer regeln kann wie es
ihm passt, nur dass es ihm optimal geht.

Wie gesagt, lebe Deine abstrakten Tainter-Träume: baue den Thermostat in Deiner Wohnung aus und heize Winters wie Sommers durch - oder bau die Heizung ganz aus. Oder beschäftige Dich mal konkret mit Geldwirtschaft, statt nur mit einer Ideologie. Viele andere haben dazu ganz ebenso auf der schuldenbasierten Geldtheorie Dinge gesagt, der dottore hat kein Monopol darauf, wie hier oft geglaubt wird. Und sind vielfach zu völlig anderen Ergebnissen gekommen wie der verehrte dottore.

Das ist mir doch zu haarig...
Ich lese Dich aber trotzdem weiter.

Ja, vermutlich um Deine Ansichten bestätigen und dich mit der Mehrheit brav im Konsens fühlen zu können ... ist ja so schön.

Gruß
moneymind

--
BLOGGING: Never before have so many people with so little to say said so much to so few.

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