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Vor allem nehme ich den Kern heraus

Zarathustra, Freitag, 17.05.2013, 16:47 (vor 4788 Tagen) @ azur
bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 17.05.2013, 16:54

Hallo Zara,

Hallo Azur

da hast Du Dir ja mal fast richtig Mühe gegeben. Und doch: Du suchst Dir
auch hier nur das, was Dir passt und ignorierst den Rest - im Übrigen sind
es Gautamas Reden.

Ich suche mir nicht irgend eine übersetzte Randnotiz heraus, so wie Du, sondern erwähne immer nur den tausendmal wiederholten Kern: Den leidvollen Daseinskreislauf und die Abkehr davon (die vier edlen Wahrheiten). Eine Anleitung für das Entkommen aus dem Dasein als eine daseinsbejahende Lehre darzustellen, ist einfach ignorant. Aber das hatten wir schon ein Dutzend mal hier und deshalb wäre ich wirklich froh, wenn Du Dich in meine Kommentare zum Buddhismus nicht mehr einmischen würdest, weil das zu nichts führt und die Moderation diesem Disput dann sowieso wieder ein Ende setzt.


Nur weil das Leben zutreffend als ein Zustand analysiert wird, der auch
immer Leiden beinhalter, und in Form einer Aufhebung (das ist eine
philosophische Kategorie: u. a. etwas zu enden und zu Höherem führend) zu
überwinden ist, ist es doch nicht lebensfeindlich.

Wenn ich lebensverneinend schreibe, dann überlieferst Du: "lebensfeindlich".
Wäre wirklich schön, wenn Du mich mit dieser liederlichen Schreiberei nicht mehr behelligen würdest, Azur.

Die buddhistischen
Quellen geben Deine ansicht noch nicht mal bei platter Auslegung recht, den
ihn ihnen steht überall anders. Genau.

Da haben wir es wieder. Du willst uns hier also tatsächlich erneut weismachen, der Buddhismus bezeichne das Dasein als etwas, das auch Leiden beinhalte. Davon ist nicht die Rede in den Schriften, sondern davon, dass das Dasein grundsätzlich ein leidvoller Kreislauf ist, und dass deshalb dessen Aufhebung anzustreben ist: Das Leben im Lebenskreislauf aufheben. Das Leiden kann nur aufgehoben werden, wenn der Lebenskreislauf aufgehoben wird; und zwar ersatzlos. ("Dort ist weder diese noch jene Welt, noch was dazwischen liegt. Dies ist das Ende des Leidens")

Auch das Folgende ist ja bereits eines Deiner berühmten Zurückruderns.
Hast Du bisher behauptet, das sei ja alles christlich überinterpretiert
und verfälscht und woanders: Es wäre wie bei der Bibel erst viel später
aufgeschrieben, so kommst Du nun so:

Nun wurden die buddhistischen Schriften jedoch genauso wenig von

Gautama

verfasst, wie die biblischen von Jesus. Die 'Lehrreden' wurden (in
'überlieferter' Form) von Pfaffen und Lakaien der organisierten Gewalt
(Kirche und Staat) zu Papier gebracht, folglich ganz bestimmt

verfälscht,

Wüsste nicht, worin hier ein Zurückrudern zu erkennen wäre.

Schauen wir nach dem o. g. Text:

"Das Metta-Sutta ist eine Lehrrede (Sanskrit: Sutra) des Buddha über die
Güte (Pali: mettā, Sanskrit: MaitrÄ«). In der buddhistischen Literatur
wird das Sutta im Palikanon der Khuddaka-Nikaya (Sammlung der kurzen
Lehrreden) zugeordnet. Es ist dort im Buch Sutta-Nipata enthalten. Das
Metta-Sutta wird vor allem in Sri Lanka und Südostasien häufig
rezitiert.

Ja und? Pfaffen in Sri Lanka, Pfaffen im Tibet, Pfaffen in Indien, in Japan. Ueberall hat irgendwo irgendwer irgend etwas zu Papier gebracht. Bloss Buddha und Jesus selber niemals. Wenn man sieht, wie Du meine Aussagen 'überlieferst', dann kann man sich ausmalen, was im Laufe der Zeit mit den Aussagen des Gautama und Jesus geworden ist durch die Ueberlieferungen seiner 'Lieblingsjünger'.


Es ist doch objektiv so, dass es falsch ist, wenn der gut als Misantroph

„Misantroph“; Du bist wirklich lustig, Azur.

bekannte Schopenhauer, als Kenner des Buddhismus herhalten muss:

"Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer vertrat ein misanthropisches
Menschenbild. Er glaubte, die menschliche Existenz müsse „eine Art
Fehler“ sein:

Das glaubt der buddhistische Palikanon auch, und deshalb geht es dort um nichts anderes so sehr, wie um die Befreiung aus eben diesem fehlerhaften Kreislauf der Existenz. Wäre diese Existenz etwas, das es aus buddhistischer Sicht zu bejahen gilt, dann würde sich das tausendfach wiederholte Mantra der Aufhebung aus dem Kreislauf der Existenz doch wohl erübrigen. Wie man das alles nicht verstehen kann, ist mir wirklich schleierhaft.


In der Sippe wars angeblich immer nur gemütlich (wer hat das eigentlich
überliefert? Du legst doch so eine Wert auf die Quellenlage
[[top]][[zwinker]]).


Was soll der Quatsch? Du kannst wirklich nicht lesen. Du bist, was die Ueberlieferung der Ansichten Dritter betrifft, ein wahrlich abschreckendes Beispiel. Du hast ganz offensichtlich noch nicht ansatzweise begriffen, was ich in diesen Foren geschrieben habe. Da lobe ich mir Leser à la @neptun. Der liest wirklich gründlich durch, was man schreibt und unterstellt mir dann auch nicht dauernd irgendwelchen frei erfundenen Blödsinn.


Viele freundliche Grüße

azur

Angenehmer als Deine vielen freundlichen Grüsse wäre mir, wenn Du Dich nicht derart liederlich über meine Texte hermachen würdest. Danke.

Zara

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                    • Vor allem nehme ich den Kern heraus - Zarathustra, 17.05.2013, 16:47
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